BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Verlängerung im Landesentwicklungsplan zurückzuziehen
Auskiesung am Niederrhein – Brisanter denn je

  • Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • hochgeladen von Ines Wenzel

Hubert Kück, Fraktionsvorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN klagt an, dass CDU und FDP den Kontakt zur Bevölkerung verloren haben. „Der Niederrhein ist denen so egal, wie das Weiße vom Spiegelei“, sagt er.

Die Verlängerung der Versorgungszeiträume sollen von 20 auf 25 Jahre und die Vorsorgezeiträume von zehn auf 15 Jahre angehoben werden. Dies führt zu einem massiven Problem. Ganze 300 Hektar sollen zusätzlich zu den 1.250 Hektar an Auskiesungsfläche dazu kommen. Dies ist eine Gesamtfläche von 420 Fußballfeldern, die zusätzlich unwiederbringlich zerstört werden. Die Abstimmung findet in der nächsten Woche statt.

Derzeit gibt es in Wesel 19 Bürgerinitiativen, zu denen auch die Nabu , der BUND und der Niederrheinappell gehören. „Wir fordern eine deutliche Reduzierung des Kiesabbau am Niederrhein, um die Flächen am Niederrhein zu erhalten“, so Melanie Gronau vom Niederrheinappell. Es ist festzustellen, dass vermehrt ganze Schiffsladungen ins benachbarte Ausland verschifft werden ohne irgendeinen Nutzen für den Niederrhein.

Vor allem die Landwirte haben enorme Zukunftsängste, da sie oft nur noch Pächter der Ländereien sind. „Und wir haben in Nordrhein-Westfalen schon die höchsten Pachtpreise“, so Horst Becker, Sprecher für Wirtschaftspolitik und Landesplanung im Landtag NRW. „Es könnten unter Umständen ganze Existenzen wegbrechen“, fügt Melanie Gronau hinzu.

Und auch das Thema Recycling ist steht ganz oben auf der Liste. Was verstärkt in den Fokus rücken sollte, ist das Downrecycling, das heißt den Beton aus Abrisshäusern wieder als Beton für den Neubau zu verwenden. „Derzeit wird maximal ein Prozent genauso recycelt“, sagt Günther Rinke, der BUND Kreisgruppe Wesel. Es wird Zeit, dass das Downrecycling ein besseres Image bekommt. „Und wir sollten alle verstärkt darüber nachdenken, ob so viele Altbauten wie noch nie einfach abgerissen werden müssen anstatt renoviert zu werden“, fügt Günther Rinke hinzu, "sonst sieht der Niederrhein irgendwann aus wie ein Schweizer Käse."

Autor:

Ines Wenzel aus Wesel

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.