Evangelischen Krankenhauses Wesel sieht positiv in die Zukunft
Eine positive Bilanz

Für das Evangelische Krankenhaus Wesel ging 2020 ein arbeitsintensives, von Geschäftsführerwechsel und Pandemie geprägtes Jahr zu Ende. Die Gesundheitseinrichtung und ihre angeschlossenen Einrichtungen schauen trotz der vielfältigen Herausforderungen optimistisch in die Zukunft.
Obrighoven. Trotz aller Probleme kann die die Geschäftsführung des Evangelischen Krankenhauses Wesel dank des besonderen Einsatzes seiner Mitarbeiter eine ausgeglichene Bilanz vorweisen und ist im Umgang mit Corona mittlerweile krisenerprobt und in einer Art Routinemodus. Zudem hat man apparative und räumliche Voraussetzungen geschaffen, damit im internen Impfzentrum mit der flächendeckenden Impfung des Personals begonnen werden kann, wenn von Seiten der Politik der offizielle Startschuss kommt.
2020 wurden knapp 13.500 Patienten (Vorjahr 15.200) stationär im Evangelischen Krankenhaus Wesel behandelt. Die durchschnittliche Verweildauer lag bei 6,1 Tagen. Rund 35.200 ambulante Kontakte wurden verzeichnet.
Das Jahr war geprägt durch die Pandemie und die damit einhergehende Verunsicherung der Menschen. Der Rückgang der stationären Fallzahl und die ökonomischen Einbußen hängen entsprechend unmittelbar damit zusammen. „Wir haben, wie diverse andere Kliniken auch, in der ersten Welle unsere Leistungen heruntergefahren, um Kapazitäten bereit zu halten“, erläutert Heino ten Brink. „Unsere Devise lautet Gesundheit braucht Sicherheit. Danach handeln wir in allen Bereichen. Planbare Operationen sind durchaus verantwortbar“, so der Manager, der insbesondere für 2021 noch nachhaltige wirtschaftliche Konsequenzen bevorstehen sieht. „Notwendige Eingriffe insbesondere bei Krebspatienten werden und wurden nicht verschoben“, betont er.
Dem Thema professionelle Wundversorgung soll mit Zertifizierung des Wundzentrums der entsprechende Stellenwert zukommen, den es verdient. Insbesondere chronische Wunden an Füßen und Beinen gehen meist mit großem Leidensdruck einher, weil sie schlimmstenfalls zur absoluten Immobilität führen können.
Dass die Marke Evangelisches Krankenhaus Wesel überregional bekannt ist, war wahrscheinlich ausschlaggebend dafür, dass Dr. Bernhard Uhl und Dr. Daniela Rezek 2021 zum EVK Wesel wechseln werden. Die beiden neuen Chefärzte bauen gemeinsam ab dem zweiten Quartal am EVK Wesel ein Zentrum für Frauengesundheit auf.
Als christliches Unternehmen sind natürlich auch noch andere Parameter wegweisend. So wurde mit Etablierung der Neurologischen Frührehabilitation am EVK Wesel eine Versorgungslücke im Kreis Wesel geschlossen. Und mit Gründung der Kati Fassbender-Hospiz Förderungsgesellschaft mbH wurde ein wichtiger Meilenstein gesetzt. Dem Baubeginn für das stationäre Hospiz auf dem Krankenhausgelände steht nun nichts mehr im Wege. Im Frühjahr sollen die ersten Bagger rollen. Zudem steht die Grundsteinlegung für die neue stationäre Pflege- und Senioreneinrichtung unmittelbar bevor.
Im Zuge von Expansionsmaßnahmen wurde das Medizinische Versorgungszentrum Gynäkologie etabliert. Die Praxis nahm in der zweiten Januarwoche nach einem Umzug ihre Sprechstunden im Weseler Ärztehaus am Kaiserring 23 auf. Eine weitere frauenärztliche Praxis wird im zweiten Quartal das MVZ Gynäkologie stärken.

Autor:

Petra Köster aus Essen-Borbeck

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