Akke Wilmes (Verbraucherzentrale NRW) zu Klima, Bürger-Denke und Earth Hour
"Mal innehalten und drüber nachdenken, wie selbstverständlich es ist, dass Energie da ist!"

Akke Wilmes ist für die Verbraucherzentrale NRW als Energieberater im Kreis Wesel unterwegs.
  • Akke Wilmes ist für die Verbraucherzentrale NRW als Energieberater im Kreis Wesel unterwegs.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Dirk Bohlen

Hat sich bei den Bürgern in Wesel und Umgebung in jüngster Zeit etwas getan in Sachen Energie- und Klimabewusstsein? Einer, der eine Antwort auf diese Frage wissen müsste, ist Fachberater Akke Wilmes von der Weseler Verbraucherzentrale.

Kreis Wesel. Hier lesen Sie seine Antworten auf unsere Fragen zum Themenkreis.

Redaktion: Bitte ziehen Sie ein kurzes Fazit Ihrer Tätigkeit als Energieberater der Verbraucherzentrale in Wesel und Umgebung.
Wilmes: Seit nun fast zwei Jahren informiere ich die Bürger im Kreis rund um das Thema Energie, Außenaktionen, Vorträge und Beratungsangebote bringen das Thema in die Köpfe der Bürger. Unterstützt wird dies auch von den kommunalen KlimamangernInnen im Kreisgebiet.
2018 wurden über 1400 Bürger erreicht, rund 250 individuelle Beratungstermine vereinbart. Die Nachfrage ist stetig gestiegen und derzeit auf einem Höchststand. Über 90 Beratungsterminanfragen sind es seit dem Jahreswechsel.

Redaktion: Haben Sie den Eindruck, Denken und Verhalten der Bürger/innen in der Sache wandelt sich?
Wilmes: Ja, die Nachfrage nach regenerativen Energien (Photovoltaik u. E-Mobilität) und der Wandel im Bereich Heizung, weg von der Kohle sind da die Kernthemen. Die aktuell stärker schwankenden Energiepreise, Öl rütteln zudem den Verbraucher wach, besonders wenn es teurer wird.

Redaktion: Welche aktuellen Projekte hat Ihr Büro in der Mache?
Wilmes: Derzeit sind wir in der Vorbereitung eine Kampagne zur Dämmung der Dächer mit dem Kompetenznetz Energie Kreis Wesel, die am 28.3 in Voerde stattfinden wird.
Ab dem 1. April läuft die Aktion "Pack die Sonne in den Tank" Photovoltaik und E-Mobilität, mit diversen Aktionen und Vorträgen. Zudem habe ich gerade eine Thermografieaktion in einigen Kommunen durchgeführt.

Redaktion: Am 30. März ist wieder "Earth Hour". Sehen Sie einen besonderen Sinn dieser Aktion?
Wilmes: Leider wird diese Aktion nicht so wahrgenommen, wie sich die Organisatoren das wünschen, ich finde die Aktion sinnvoll, da man mit den Bürgern an diesem Tag oft in Gespräche zum Thema "Wir alle auf diesem Planeten" kommt und auch mal inne hält und nachdenkt, wie selbstverständlich es ist, dass Energie da ist.

Redaktion: Welches Energie-relevante Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?
Wilmes: Ein spannendes Themenfeld ist die Generationswandel in der Gesellschaft, die leider immer mehr Wohnraum beansprucht, weil zu einfacher ist, neu zu bauen. Vorhandenes zu verändern und anders zu nutzten ist nicht so gut zu kalkulieren. Ich sehe ein großes Potential im Bereich der Sanierung und Umnutzung von bestehenden Gebäuden. Es ist oft möglich einen Oldtimer auf einen neuen Stand zu bringen, wenn sich der vorherige Besitzer rechtzeitig davon trennt. Einen Lebenswohnwirtschaftsplan für sich selbst aufzustellen und danach zu handeln, birgt in meinen Augen ein riesiges Potential, die Lebensqualität zu steigern und die Kosten und den CO2 Verbrauch zu senken.
Ich versuche dies selbst mit einer Immobilie (BJ 1974) die ich seit 2,5 Jahren schrittweise saniere und den Heizenergieverbrauch dort bereits um mehr als 50% gesenkt habe.

Die Fragen stellte Redakteur Dirk Bohlen.

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