Kreisverwaltung Wesel verabschiedet Gleichstellungsbeauftragte Petra Preuß
Wegbereiterin für Gleichstellungsarbeit im Kreis Wesel geht „von Bord“

Landrat Ingo Brohl verabschiedete kürzlich Petra Preuß (Hommers) aus dem aktiven Dienst als Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung Wesel. Sie war die Wegbereiterin für Gleichstellungsarbeit im Kreis Wesel.
  • Landrat Ingo Brohl verabschiedete kürzlich Petra Preuß (Hommers) aus dem aktiven Dienst als Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung Wesel. Sie war die Wegbereiterin für Gleichstellungsarbeit im Kreis Wesel.
  • Foto: Zur Verfügung gestellt von: Kreisverwaltung Wesel.
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Landrat Ingo Brohl verabschiedete kürzlich Petra Preuß (Hommers) aus dem aktiven Dienst als Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung Wesel.

Großen Dank für die gute Zusammenarbeit und beste Wünschen für ihre Zukunft überbrachten außerdem Personalratsvorsitzender Andreas Enning sowie Anne Janssen, stellvertretendes Vorstandsmitglied.

Nach insgesamt 47 Jahren

Nach insgesamt 47 Jahren beim Kreis Wesel und davon 25 als Gleichstellungsbeauftragte geht eine kooperative und engagierte Gleichstellungsexpertin „von Bord“. Unermüdlich und im besten Sinne streitbar für ihr Anliegen - der Gleichstellung von Frau und Mann – hat die Kreisverwaltung und Kreispolitik Petra Preuß in ihrer Arbeit erlebt.

„Ich bin in ein Haus gekommen, in dem die Rahmenbedingungen für die berufliche Entwicklung von Frauen konsequent und über Jahrzehnte nach vorne gebracht wurden. Ein Grund dafür ist der Frauenförderplan der Kreisverwaltung, den Frau Preuß als eine der ersten Gleichstellungsbeauftragten in NRW eingeführt hat“, sagt Landrat Ingo Brohl.

Ziel: „Von allem die Hälfte“

„Die Gleichstellungsarbeit in der Verwaltung konnte nur in Kooperation mit den Führungskräften und der Verwaltungsleitung erfolgreich sein“, so Petra Preuß selbst. So ist im Kreishaus die Unterrepräsentanz der Frauen im höherwertigen Gehaltssektor und auf der Führungsebene nicht mehr weit weg von ihrem persönlichen Gleichstellungsziel „Von allem die Hälfte“.

Heute Chancengleichheitsplan

Neben dem Frauenförderplan, der heute Chancengleichheitsplan heißt, hat Petra Preuß durch viele Aktionen und Maßnahmen Akzente gesetzt und Rahmenbedingungen gestaltet. So hielt sie jährlich die „Fahne hoch“ gegen Gewalt an Frauen und Kindern sowie für eine gerechte Entlohnung von Frauen im Berufsleben.
Im Jahr 2000 initiierte sie den „Runden Tisch gegen häusliche Gewalt“, den sie seitdem koordinierte. Sie war Mitglied des Lenkungskreises NiederRhein, der die gemeinsame arbeitsmarktpolitische Plattform der Stadt Duisburg und der Kreise Kleve und Wesel ist. Den Facharbeitskreis Gleichstellung der Region NiederRhein leitete sie turnusgemäß alle drei Jahre.
2008 war sie maßgeblich an der Einrichtung der Fachstelle Frau und Beruf Kreis Wesel beteiligt. Denn das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ war ihr stets ein wichtiges Anliegen, das außerdem vor mehr als zehn Jahren in die Einrichtung der Kindertagespflegestelle „WESALIX“ mündete. Dort werden unter 3-jährige Kinder der Beschäftigten der Kreisverwaltung und des Jobcenters betreut.
Auch die sprachliche Gleichstellung der Geschlechter war ihr von Anfang an ein großes Anliegen. Die Herausgabe der Broschüre „Ich will genannt sein“, die für die Kreisverwaltung dazu eine Richtschnur ist, zeigt dies deutlich.

Jenseits der Verwaltungsgrenze

Jenseits der Verwaltungsgrenze war sie als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in NRW und aktive Netzwerkerin in zahlreichen Gremien, Runden Tischen und Arbeitsgruppen im Kreis Wesel tätig.
Sie schreckte nicht davor zurück, da wo nötig den Finger auch in Wunden zu legen. Immer dann nämlich, wenn es darum ging, dass trotz rechtlicher Gleichstellung von Frauen und Männern (Grundgesetz Artikel 3 Absatz 2), Frauen nach wie vor in vielen gesellschaftlichen Bereichen benachteiligt werden. Dafür braucht es Mut, Unerschrockenheit, Überzeugung und diplomatisches Geschick an der richtigen Stelle. Fähigkeiten und Eigenschaften, die Petra Preuß besitzt.

„Nun stehen große Schuhe vor der Tür und warten auf ihre Nachfolgerin, die Anfang April bestellt wird“, so Landrat Ingo Brohl.

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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