Büderichs Rentner besichtigen den Asdonkshof und reisen nach Minden

Ineressante Informationen - Interessierte Zuhörer
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Offensichtlich fürchteten viele ältere Herren der Rentnergemeinschaft um Leib und Leben, da sie annahmen, dass im Asdonkshof nicht nur Müll verbrannt, sondern auch andere Dinge - deren Verfalldatum überschritten ist - entsorgt werden. Nicht anders ist es zu erklären, dass nur ein Drittel der Mitglieder Interesse an den hoch interessanten Erläuterungen und an der Führung durch das Abfallentsorgungszentrum des Kreises Wesel hatten. Die Gruppe der „Mutigen“ wurde bereits am Eingang - von der für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlichen Cornelia Bothen - in Empfang genommen und bekam von ihr in 90 Minuten eine Unmenge wissenswerter Informationen zur Entstehung der Anlage, zur Vielfalt der Leistungen und zum Einsatz modernster Technologien. Wer von den Teilnehmern hätte vermutet, dass das Werk den Stromeigenbedarf komplett produziert und darüber hinaus noch den Energiebedarf von 23.250 Haushalten an RWE liefert. Auch die erzeugte Fernwärme versorgt 5.000 Haushalte mit Wärme und Warmwasser. Wem war schon bewusst, dass drei brennende Osterfeuer in einer Stunde mehr Schadstoff in die Atmosphäre schicken als der Asdonkshof innerhalb eines ganzen Jahres. Nach den Ausführungen von Frau Bothen erlebte man dann die Praxis. Man sah alle Stationen von der Anlieferung des Haus- und Gewerbemülls, über die Sortierung, Trennung und Zusammenführung der unterschiedlichen Müllarten, bis hin zur Verbrennung und Lagerung der Asche sowie des gewonnenen Kompostes. Es war ein höchst informativer Vormittag und die nicht dabei Gewesenen der Gemeinschaft haben ganz sicher etwas verpasst.
Beim Jahresausflug war über mangelnde Teilnahme nicht zu klagen. Der um 7.00 Uhr am Marktplatz startende Bus war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Stimmung an Bord war bereits zu dieser frühen Stunde sehr gut. Erste Station war das Wasserstraßenkreuz nahe der Stadt Minden, wo der Mittellandkanal über die Weser führt. An Bord der „Europa“ genoss die Gesellschaft eine 1 ½ stündige Weserfahrt inklusive einer beeindruckenden Schachtschleusung. Mit dem Bus ging es weiter in das kleine Örtchen Oppenwehe. Hier, direkt an der Landesgrenze zwischen Westfalen und Niedersachsen blühte in alten Zeiten der Schmuggel, als das kostbare Salz an Grenzsoldaten vorbei nach Westfalen geschafft wurde. Die Reisegruppe stärkte sich bei einem reichhaltigen und überaus schmackhaften Buffet, ehe es dann zurück - zum eigentlichen Zielort des Ausfluges – nach Minden ging. Für 2 ½ Stunden konnte jeder bei einem Bummel durch Mindens Ober- und Unterstadt sein eigenes Programm gestalten. Beim Spaziergang durch kopfsteingepflasterte kleine Gassen, zwischen eng miteinander verbundenen Fachwerkshäusern, fühlte man sich ins Mittelalter zurück versetzt. Viele nach dem Krieg wieder aufgebaute und restaurierte Gebäude im alten Stil beeindruckten. In einem der zahlreichen Straßencafés am großen Marktplatz konnte man einen Cappuccino, ein Eis oder eine andere Leckerei genießen und das quirlige Leben beobachten. Gegen 18.00 Uhr ging es dann zurück, und die noch immer fröhliche Reisegruppe landete gesund und wohlbehalten auf dem heimischen Büdericher Marktplatz.

Autor:

Martin Papenheim aus Wesel

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