Sicher im Netz - gerade jetzt!
Elternvorträge an Wittener Schulen sollen Medienkompetenz stärken

Sicher im Netz unterwegs, Medienkompetenz stärken.
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Das Internet ist für uns alle nicht mehr wegzudenken. Auch im Alltag der Kinder und Jugendlichen hat die Bedeutung der digitalen Welt - gerade in der Zeit der Pandemie - enorm zugenommen. Die Polizei bietet zusammen mit dem VIA AWO Beratungszentrum an Wittener Schulen kostenlose Elternabende unter dem Motto "Back to life - nach Corona (?)" an.

Die Experten der Kriminalprävention und der Suchtvorbeugung informieren zum Thema Medienkompetenz und stellen Ideen vor, wie Eltern mit ihren Kindern das richtige Maß finden und sie beim Nutzen digitaler Medien unterstützen können.
"Es ist wichtig, Bescheid zu wissen, ob und wie sich mein Kind im Netz bewegt.
Bei Recherchen im Netz - über Smartphones und Tablets geht das ja mittlerweile besonders schnell - können Kinder auch mit jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert werden", sagt Kriminalhauptkommissar Joachim Wiegold. Außerdem erhöhe aber auch die schnelle und teilweise anonyme Kommunikation über soziale Netzwerke das Risiko, Opfer von Cybermobbing-Attacken zu werden. Joachim Wiegold gibt einen Überblick über aktuelle Verstöße und Rechtsstreitigkeiten, die in der Pandemiezeit aufgetreten sind. Auch die Gefahr, selbst Opfer einer Straftat zu werden, ist in dieser Zeit gestiegen. Eltern erhalten Ideen und praktische Tipps, wie sie ihre Kinder unterstützen können. So helfen Kleinigkeiten, wie die richtige Kameraeinstellung, virtuelle HIntergünde und die richtigen Sicherheitseinstellungen schon dabei, intime Einblicke ins eigene Kinderzimmer bei Videokonferenzen zu minimieren. "Es ist ungemein wichtig, dass sich die Kinder die Möglichkeiten und die Gefahren kennen, die in solchen digitalen Besprechungen lauer können - und was sie tun können, um sich dagegen zu wehren", betont Wiegold.

Informationen über Videospiele

Andrea Latusek, Suchtpräventionsfachkraft vom VIA AWO Beratungszentrum möchte über die Faszination von Videospielen informieren und auch zeigen, welche Mechanismen Spieleentwickler nutzen, um die Kinder und Jugendlichen länger und intensiver an das Spiel zu binden. Gleichzeitig sollen die Eltern darin bestärkt werden, den Einfluss solcher Spiele auf die Medienkompetenz ihrer Kinder wahrzunehmen, um "ein völliges Abtauchen in die digitale Spielewelt zu verhindern", sagt Andrea Latusek. Ihr Vortrag zeigt Anzeichen für eine mögliche Mediensucht auf und berät, welche Möglichkeiten es gibt, Mediensucht vorzubeugen. "Einer der wichtigsten Tipps ist es, vor der Ausstattung der Kinder mit einem Smartphone gemeinsam Familienregeln zur Nutzung auszuhandeln", verrät die Dipl.-Sozialarbeiterin im Vorfeld. Eltern können ihre Kinder dabei altersangemessen begleiten und damit dafür Sorge tragen, dass sich keine Sucht entwickelt.
Der Vortrag richtet sich vor allem an Eltern von Kindern der Jahrgangsstufe 4 in Grundschulen sowie der Eltern von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen I und II. Der Elternabend ist kostenlos.
Schulen, die an einem solchen Elternabend an ihrer Schule Interesse haben, melden sich beim Fachbereich Kriminalprävention und Opferschutz (KHK Joachim Wiegold: Ruf 0234 909-4068, E-Mail ki4.kv.bochum@polizei.nrw.de) oder im AWO Beratungszentrum VIA (Andrea Latusek, Ruf 02335-91830, E-Mail suchtvorbeugung@awo-en.de).

Autor:

Nicole Martin aus Witten

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