Bildung
Der Nachwuchs forscht - Miniphänomenta mit 25 Stationen in der Gerichtsschule

Die Stationen der Miniphänomenta laden zum Ausprobieren ein.  | Foto: MAV/Tilsner
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  • Die Stationen der Miniphänomenta laden zum Ausprobieren ein.
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Großes Staunen herrscht bei 165 Kindern der Gerichtsschule, einer Wittener Grundschule. In den Fluren und Klassenräumen stehen seit dem 21. März 2022 Experimentierstationen, die erforscht werden. Die Miniphänomenta ist zu Gast und steht 14 Tage lang im Mittelpunkt des Schulunterrichts. Der Märkische Arbeitgeberverband (MAV) macht es möglich.

Mitte. An 25 Experimentierstationen können die Kinder ausprobieren, beobachten und staunen. Jede Klasse hat die Möglichkeit, die einzelnen Stationen zu besuchen, sich über die Entdeckungen auszutauschen und die Erfahrungen in einem Forscherheft festzuhalten. Auch rund 35 Vorschulkinder aus den umliegenden Kindergärten haben die Möglichkeit, an den Stationen spielerisch Phänomene zu entdecken.

„Wir haben den Kindern zwei Wochen Zeit geschenkt, damit sie die Miniphänomenta mal richtig ausprobieren können“ kommentiert Heidi Vockel, Lehrerin der Klasse 1a. „Zeit, die Kinder sonst kaum noch haben, weder im Klassenunterricht noch im privaten Bereich. Der Fokus liegt zwei Wochen lang komplett auf den Stationen der Miniphänomenta. Die Kinder können sich im Verweilen üben und in der Zusammenarbeit. Sie können ihre eigenen Erfahrungen sammeln, was besonders für benachteiligte Kinder von Vorteil ist“ so Vockel.

Bei der Miniphänomenta handelt es sich um Experimente für das Klassenzimmer. An rund 25 verschiedenen Stationen können die Grundschüler spielerisch naturwissenschaftliche und technische Phänomene entdecken, beispielsweise „Wie funktioniert ein Magnet?“ oder „Was ist Reibungskraft?“.

Entwickelt und wissenschaftlich erprobt wurde die Miniphänomenta von Prof. Dr. Lutz Fiesser, Universität Flensburg. „Elementare Erfahrungen werden Kindern im Alltag kaum noch geboten, sie fehlen dann als Fundament für die weitere Ausbildung. Die Finger der Kinder müssen wieder tasten und ihre Hände packen können“, so erläutert Prof. Dr. Fiesser die Idee der „Miniphänomenta“, welche aus insgesamt 50 Exponaten besteht.

Das entscheidende Instrument dieses Konzepts liegt in einer intensiven Lehrerfortbildung, die das nötige Fachwissen und die pädagogischen Konzepte für den Unterricht vermittelt.

Die Stationen der Miniphänomenta laden zum Ausprobieren ein.  | Foto: MAV/Tilsner
Die Stationen der Miniphänomenta laden zum Ausprobieren ein.  | Foto: MAV/Tilsner
Autor:

Florian Peters aus Witten

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