Vom Auf- und Abstieg - Eine Ausstellung im Rahmen des Projektes „Kunst & Kohle“ im Märkischen Museum Witten

Alexander Chekmenev, Rovenky, Luhansk Region, 2005, aus der Serie: Donbass, Fotografie, Courtesy: Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf und Alexander Chekmenev
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  • Alexander Chekmenev, Rovenky, Luhansk Region, 2005, aus der Serie: Donbass, Fotografie, Courtesy: Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf und Alexander Chekmenev
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Kunst & Kohle

Für die Ausstellung „Vom Auf- und Abstieg“ hat das Märkische Museum Witten drei Künstler eingeladen, Werke zu entwickeln, die sich mit den Anfängen des Kohleabbaus im Ruhrgebiet sowie den gesellschaftlichen Veränderungen, die mit dem Bergbau einhergingen, beschäftigen. Mit der Sage über den Schweinehirten, der im Wittener „Muttental“ ein Feuer gegen die Kälte anzündete und so die Steinkohle und deren Nutzen entdeckte, beginnt der Bergbau im Ruhrgebiet. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und den kathedralenartigen Fabrikanlagen, die bis in die 1970er-Jahre betrieben wurden, entstanden auch die Klischees vom Ruhrgebiets-„Kumpel“ und seinem stereotypen Leben.

Die Skulpturen und Installationen des Künstlers Olaf Metzel (geb. 1952) greifen den Alltag und die sozialen Probleme der Region auf. Das Ruhrgebiet ist eine Region, in der durch die Industrie auch unterschiedlichste Kulturen auf engstem Raum zusammentreffen. Die Wohnungsbauproblematiken und die interkulturellen Differenzen spiegeln sich in seinen Arbeiten wider und werden kritisch beleuchtet.

Der junge Düsseldorfer Künstler Clemens Botho Goldbach (geb. 1979) holt die unterirdische Stollenarchitektur in den Ausstellungsraum. In intensiver Recherche hat er sich mit dem Bergbau und seinen für den Laien unsichtbaren Konstruktionen auseinandergesetzt. Unzählige Kilometer von Abbaustollen, Luftschächten, Material- und Zufahrtswegen durchziehen das Ruhrgebiet unter der Erdoberfläche. Die Ästhetik der dort vorhandenen Architektur und Industriemechanik wird in seiner Wittener Installation sichtbar.
Zudem wird in der Ausstellung eine zeitliche und geografische Brücke vom historischen und gegenwärtigen Ruhrgebiet ins globale Geschehen geschlagen. In vielen ehemaligen Kohleabbaugebieten erfolgte aufgrund des Wegfalls von Arbeit und Wohlstand ein Wandel, der teilweise in Armut und Orientierungslosigkeit mündete.

Der ukrainische Fotograf Alexander Chekmenev (geb. 1969) hat das Leben der Menschen in der Donbass-Region (Ukraine) dokumentiert. Auf beeindruckende und berührende Weise gibt er die drastische Härte der Arbeits- und Lebensumstände der dortigen Kohlearbeiter wieder.

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 16. September 2018

Märkisches Museum Witten
Husemannstraße 12 ● 58452 Witten
Telefon: 02302 - 581 25 50
E-Mail: maerkisches.museum@stadt-witten.de
Web: www.maerkisches-museum-witten.de
Öffnungszeiten: Mi., Fr. bis So. 12 – 18 Uhr, Do., 12 – 20 Uhr Eintritt: 4,- € / erm. 2,- €.
Kinder unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Jeden 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt für alle kostenlos.

Autor:

Liselotte Bombitzki aus Duisburg

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