Auszubildende des Comenius Berufskollegs Witten stellen Ausbildungsgang vor
Warum in die Heilerziehungspflege?

Christina Fellmann feierte mit den Bewohnern in ihrer Ausbildungseinrichtung das farbenfrohe Holi-Fest und beweist damit: Die Heilerziehungspflege ist bunt und vielseitig.
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  • Christina Fellmann feierte mit den Bewohnern in ihrer Ausbildungseinrichtung das farbenfrohe Holi-Fest und beweist damit: Die Heilerziehungspflege ist bunt und vielseitig.
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Warum Heilerziehungspfleger (HEP) werden? Dieser Frage widmet sich der aktuelle Ausbildungsjahrgang am Comenius Berufskolleg Witten. Die zukünftigen „HEPs“ stellen ihren Beruf im Rahmen eines Projektes vor.

Die Heilerziehungspflege, darüber sind sich die Azubis einig, ist vielseitig, spannend und verantwortungsvoll. Anders als in der Krankenpflege hat man im Berufsalltag neben den pflegerischen auch pädagogische Aufgaben zu bewältigen. Gängigen Klischees über den Beruf begegnet Auszubildende Pia Krempel gelassen: „Es ist nicht nur ‚langweilige Pflege‘, wir schauen Filme, gehen spazieren, in den Zoo, besuchen Konzerte und begleiten Gruppenurlaube.“ Was man braucht, um dem Beruf gerecht zu werden, fasst Azubi Miriam Heck so zusammen: „Ein hohes Maß an Empathie sowie Belastbarkeit und ein guter Umgang mit Stress. Man trägt von Anfang an viel Verantwortung für andere mit sich, die auf Unterstützung angewiesen sind und sich auf einen verlassen müssen. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich, sowohl für die Klienten als auch für einen selbst.“ Später hat man es mit Menschen mit verschiedenen Hintergründen zu tun: Suchterkrankte, psychisch Erkrankte und Menschen mit Behinderung profitieren von der Hingabe eines „HEPs“. Sie sind an Schulen, Werkstätten, aber auch in Wohngemeinschaften und anderen sozialen Einrichtungen tätig.

Inklusion

HEPs leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Inklusion, findet Christina Fellmann: „Es fängt damit an, dass man sich auf Ausflügen Gedanken über die Zugänglichkeit oder Barrierefreiheit von Orten macht und hört bei der individuellen Förderung der Potentiale der Klientel auf.“ Die Auszubildende hat ein klares Plädoyer: „Inklusion muss Alltag werden. Die Gesellschaft muss Behinderung als normal akzeptieren lernen.“ Und als HEP könne man an diesem Ziel sinnstiftend arbeiten.

„Man muss manchmal aus der eigenen Komfort-Zone raus“

Wie auch in anderen Pflegeberufen leiden HEPs unter der Corona-Krise. Aber auch schon vorher zeigte sich ein klares Defizit: Statistisch gesehen verbleibt eine Fachkraft nur rund fünf Jahre im Beruf. Denn auch hier ist die Belastung groß, Corona habe die Situation letztlich nur verschärft. „Man muss manchmal aus der eigenen Komfort-Zone raus“, so Fellmann. Warum man sich dennoch für diese Tätigkeit entscheiden sollte: „Man erhält unfassbar viel Wertschätzung von den Menschen, mit denen man arbeitet. Wenn sie durch die Arbeit weiterkommen, das ist das schönste Gefühl“, so Christina Fellmann weiter. „Im Großen und Ganzen ist es einfach schön, Teil dieser Gesellschaft zu sein.“
Die praxisintegrierte Ausbildung am Comenius dauert drei Jahre und verknüpft Theorie und Praxis miteinander: Die Azubis sind zwei Tage an der Schule und drei Tage in einer Einrichtung. Wer Interesse an der Ausbildung hat, kann sich auf der Homepage der Schule unter www.comenius-bk.com informieren.

Christina Fellmann feierte mit den Bewohnern in ihrer Ausbildungseinrichtung das farbenfrohe Holi-Fest und beweist damit: Die Heilerziehungspflege ist bunt und vielseitig.
Auszubildende Pia Krempel möchte HEP werden: „Es ist nicht nur ‚langweilige Pflege‘."
Autor:

Nicole Martin aus Witten

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