Schafe, Schäferin und Bärenklau

Schafherde am Kemnader See nähe Hafen fressen das Ruhrufer frei.
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Verena Schäffer besucht Wittener Schäferin

Viele Schäfereibetriebe in NRW sehen ihre Zukunft bedroht. Um sich über die aktuellen Probleme und Sorgen der Schäfereien zu informieren, besuchten die Abgeordneten der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW Schäfereibetriebe in ganz NRW. Verena Schäffer machte sich auf den Weg zur Wittener Schäferin Sabine Hülser.

Dazu erklärt Verena Schäffer: „Ich konnte mich davon überzeugen, dass die Schafe nicht nur besonders artgerecht gehalten werden, sondern Schafe zudem einen enorm wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten. Diese Arbeit sollten wir viel stärker wertschätzen und unterstützen.

Leider haben die Schäfereibetriebe durch verschiedene agrarpolitische Entscheidungen der letzten Jahre erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Insbesondere die Umlegung der Prämien auf die landwirtschaftliche Nutzfläche – statt wie zuvor auf jedes Muttertier – hat zur Folge, dass viele Schäferinnen und Schäfer kaum oder gar keine Förderung mehr erhalten. Eine Weidetierprämie würde helfen, die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit zu sichern – und die positiven Effekte der Freilandhaltung von Schafen auf unsere Umwelt zu erhalten.
In 22 anderen EU-Staaten werden Schäfereien mit jährlich rund 500 Millionen Euro unterstützt – nur in Deutschland nicht. Daher fordern wir GRÜNE die Landesregierung auf, sich für eine solche Weidetierprämie auf Bundesebene einzusetzen und damit die ökologisch wertvolle und gesellschaftlich unverzichtbare Schafhaltung in NRW dauerhaft zu erhalten.“

Mit Schafen den Bärenklau bekämpfen

Im Ruhrtal wie in Witten gäbe es einen Bedarf für weitere Schafsherden Schafe mögen den Riesen-Bärenklau und eignen sich deshalb hervorragend zur Bekämpfung des Bärenklaus. Die Hauptverbreitungsgebiete der aus dem Kaukasus eingewanderten Staude liegen am Ruhrufer, in den Ruhrwiesen. Bärenklau ist wesentlich aggressiver und gefährlicher als l Brennesseln. Eine Berührung in Verbindung mit Tageslicht kann zu schwer heilenden Verbrennungserscheinungen führen. So warnen aus gutem Grund viele Schilder an den Wegen entlang der Ruhr vor dieser Pflanze.
Für die Schafe hingegen ist der Riesen-Bärenklau ein Leckerbissen. Mit Schafen lässt sich die Ausbreitung des Bärenklaus eindämmen. Aktuell gibt es im Bereich des Kemnader Sees eine Herde, die zu diesem Zweck eingesetzt wird –da wäre mehr wünschenswert und eine bessere finanzielle Unterstützung von Schäfereibetrieben hilfreich.

Quelle: Pressemitteilung Verena Schäffer, Landtagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführerin der GRÜNEN

Autor:

Joachim Drell aus Witten

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