Hilfsorganisationen im Ennepe-Ruhr-Kreis rücken zusammen

Olaf Schade (SPD), Dr. Sascha Rolf Lüder (DRK), Oliver Flusshöh (CDU), Regina van Dinther MdL (CDU), Benjamin Wobig (JUH) und Frank Sarangi (ASB) im Rahmen der Informationsveranstaltung
  • Olaf Schade (SPD), Dr. Sascha Rolf Lüder (DRK), Oliver Flusshöh (CDU), Regina van Dinther MdL (CDU), Benjamin Wobig (JUH) und Frank Sarangi (ASB) im Rahmen der Informationsveranstaltung
  • Foto: Anna Niemeyer, Johanniter Unfallhilfe
  • hochgeladen von Christian Schuh

Was geschieht mit dem Rettungsdienst im Ennepe-Ruhr-Kreis? Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) kommen zusammen und machen Ihre Forderungen gegenüber der Politik deutlich.

Im Dezember 2014 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass Träger des Rettungsdienstes an Hilfsorganisationen direkt vergeben dürfen, ohne vorher eine Ausschreibung durchzuführen. Die in Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Ennepe-Ruhr-Kreis mitwirkenden Hilfsorganisationen wollen die Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung über die aktuellen Rechtsentwicklungen im Rettungswesen informieren.

Am Mittwoch, den 25.02.2015 kamen die Hilfsorganisationen am Abend in Witten zusammen, um die Entscheidungsträger für sich zu gewinnen und das Rettungswesen im Ennepe-Ruhr-Kreis auf solide Beine zu stellen. Neben den Vertretern der drei Hilfsorganisationen waren Regina van Dinther, Landtagsabgeordnete der CDU, Oliver Flüshöh, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag, und Wilhelm Olaf Schade, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag, vor Ort.

Frank Sarangi, stellvertretender Vorsitzender des ASB in Witten und des Landesverbandes NRW e.V., eröffnete die Veranstaltung und machte deutlich, dass der ASB weiterhin an einer guten Zusammenarbeit innerhalb des Ennepe-Ruhr-Kreises interessiert ist: „Das Duale System hat sich in der Vergangenheit bewährt. Wir sind dazu bereit, gemeinsam neue Wege zu gehen und dabei ein starker Partner zu bleiben“. Er stellte darüber hinaus klar, dass das neue Landesrettungsgesetz ein Schritt in die richtige Richtung ist: „Das Gesetz erkennt uns Hilfsorganisationen auch zukünftig als qualitativ hochwertigen und verlässlichen Partner an, darüber freuen wir uns sehr“.

Im Folgenden stellte Dr. Sascha Rolf Lüder vom DRK-Landesverband Westfalen-Lippe die Rechtsentwicklung des Landesrettungsgesetzes vor. „Im Frühjahr dieses Jahres ist mit dem neuen Landesrettungsgesetz zu rechnen“, erklärt Dr. Sascha Rolf Lüder. Weiterhin stellte er heraus, dass das DRK hoffnungsvoll in die Zukunft blickt: „Wir haben den Schulterschluss zwischen Hilfsorganisationen, Politik und Verwaltung in der Vergangenheit immer geschafft und wünschen uns das auch für die Zukunft, mit einem neuen Gesetz. Wir Hilfsorganisationen wollen als starker Partner bewährte Strukturen aufrechterhalten und für eine rechtssichere und qualitativ hochwertige Arbeit leisten. Dafür stehen wir jeden Tag“.

„Die gute Zusammenarbeit ist sichtbar im Ennepe-Ruhr-Kreis“, stellt Wilhelm Olaf Schade von der SPD fest. Auch Oliver Flüshöh von der CDU sieht „Genügend Möglichkeiten, um das Verfahren in der Zukunft ordnungsgemäß umsetzen zu können“. Die Politik ist sich darüber einig, dass es in Zukunft weniger um die Förderung eines starken Wettbewerbs unter den Hilfsorganisationen – ausgelöst durch öffentliche Ausschreibung – gehen soll, sondern um die rechtsichere Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen und den Trägern. „Wir wollen gemeinsam diese wichtige öffentliche Aufgabe meistern und dabei die rechtlichen Vorgaben einhalten. Das werden wir auch in Zukunft hinbekommen“, so Wilhelm Olaf Schade. Wie das funktionieren soll weiß Oliver Flüshöh, er ist sich sicher, dass „der enge Kontakt zwischen den Betroffenen auch ein kurzfristiges Handeln ermöglicht“.

In der Diskussionsrunde wurde abschließend noch über die Beschaffung neuer Fahrzeuge gesprochen. Möglicherweise ist die Beschaffung der Fahrzeuge im Rettungs- und Katastrophenschutzwesen bald Aufgabe des Kreises. Unter anderem wurde darüber gesprochen, ob vorhandene Fahrzeuge übernommen werden und wer sich in Zukunft um die Verwaltung dieser kümmern wird. Benjamin Wobig, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Ruhr-Lippe, sieht einen dringenden Bedarf und äußert stellvertretend für die anderen Hilfsorganisationen: „Wir sind alle an einem gut funktionierenden System interessiert, allerdings muss eine vertragliche Absicherung stattfinden. Wir unterstützen den Kreis dabei gerne und möchten das gute Miteinander auch auf der Sachebene weiterführen“.

Der Tenor des Abends lautet „Wir sind im Gespräch und möchten im Gespräch bleiben“, darüber sind sich alle Parteien einig.

Autor:

Christian Schuh aus Witten

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