Disc-Golf im Pferdebachtal - Anlage von TuRa Rüdinghausen betrieben

Benedict Malz (Jusos), Anke Schulte (Geschäftsführerin TuRa Rüdinghausen), Werner Szybalski (Präsident NRW-Discgolfverband) und Philip Raillon (Juso-Vorsitzender) freuen sich über die Entscheidung des ASU’s, dass Witten Disc-Golf-Stadt wird.
  • Benedict Malz (Jusos), Anke Schulte (Geschäftsführerin TuRa Rüdinghausen), Werner Szybalski (Präsident NRW-Discgolfverband) und Philip Raillon (Juso-Vorsitzender) freuen sich über die Entscheidung des ASU’s, dass Witten Disc-Golf-Stadt wird.
  • Foto: Jusos Witten
  • hochgeladen von Thomas Meißner

Was Sydney in Australien oder Malibu in Kalifornien können, kann Witten schon lange: Die Ruhr-Stadt bekommt ihre eigene Disc-Golf-Anlage. Die Wittener Jusos hatten sich seit drei Jahren für einen Wittener Parcours eingesetzt. Nun hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) den Startschuss gegeben.

Entstehen soll die Anlage im Pferdebachtal: Zwischen Christopherus-Hof und parallel zur Rosi-Wolfstein-Straße kann bald jedermann zur „Disc“, einer Frisbee-Scheibe, greifen und sie in die Körbe werfen, die dort aufgebaut werden sollen. Dass der Trendsport, der vor etwa 30 Jahren in den USA erfunden wurde, nun auch einen festen Platz in der Sport-Stadt Witten erhält, liegt wohl auch an seiner Vielseitigkeit: „Mitspielen kann jeder: egal, ob jung oder alt, sportlich oder nicht. Und der Geldbeutel spielt auch keine Rolle: Für Disc-Golf braucht man nur eine Disc-Golf-Scheibe – und los geht’s“, beschreibt Philip Raillon, Vorsitzender der Jusos, die Vorteile des Sports. Das hatte letztlich auch Verwaltung und Politik überzeugt. Der Dank geht auch an Werner Szybalski vom Deutschen Frisbeesport-Verband: „Ohne ihn hätten wir den Aufbau nicht schaffen können“, sagt Juso-Mitglied Benedict Malz.

Freizeitbeschäftigung für jedermann

Das Prinzip von Disc-Golf ist simpel: Innerhalb eines Parcours werden mehrere Körbe aufgebaut, die aus Ketten bestehen. Von einem bestimmten Punkt aus muss man versuchen, seine „Disc“ in die Metall-Ketten zu werfen. Wer die wenigsten Versuche benötigt, gewinnt. „Das ist eine ideale Freizeitbeschäftigung für jedermann, bei der man mit Freunden oder der Familie an der frischen Luft Spaß haben kann“, findet Philip Raillon, der den Sport bei einem Neuseeland-Aufenthalt entdeckt und sich von da an für einen eigenen Parcours in Witten eingesetzt hatte. Ein weiterer Pluspunkt ist aus Sicht der Jusos der Ort der neuen Anlage: Durch ihre künftige Lage verbindet sie Menschen – die Studenten der Uni Witten/Herdecke mit den Bewohnern des Christopherus-Hofes. Und natürlich mit allen anderen Disc-Golfern aus Witten und Umgebung, die dank der guten Busverbindung (371er) leicht den Parcours erreichen können. Neun Körbe wird es (zunächst) geben, ein großer „Eingriff“ in die Landschaft – etwa für Spaziergänger – sind sie nicht. Falls die Uni sich später einmal erweitern möchte, können die Körbe zudem mit kleinem Aufwand versetzt werden. Auch eine Erweiterung der Bahn ist möglich.

Aushängeschild für Sport-Stadt Witten

Träger der Anlage soll die TuRa Rüdinghausen werden. Der Sportverein hatte sich schnell in das Projekt verliebt – eben weil es jeder spielen kann und der Aufbau preiswert ist. 4500 Euro fallen für die neun Körbe an, hinzu kommen die Einbaukosten. Eine kleine Summe für eine Anlage, auf der jedermann kostenlos Sport machen kann und mit der man gleichzeitig noch die „Sport-Stadt“ Witten bekannt macht? „Ich bin davon überzeugt, dass die Anlage ein Aushängeschild für unsere Stadt sein und auch viele Menschen von weiter weg anziehen wird“, freut sich Philip Raillon auf den Tag, an dem die erste Scheibe durchs Pferdebachtal fliegen wird.

Autor:

Thomas Meißner aus Witten

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