Hevener TORWART-Talent KEVIN GENSCH (18) "is back" - und bereit für den Neuanfang beim Wittener Westfalenligisten

Das Bertolt-Brecht-Motto vom "Kämpfen" begleitet den ehrgeizigen Hevener Nachwuchs-Torwart täglich und ist absolute Motivation für ihn.  Foto: Privat
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  • Das Bertolt-Brecht-Motto vom "Kämpfen" begleitet den ehrgeizigen Hevener Nachwuchs-Torwart täglich und ist absolute Motivation für ihn. Foto: Privat
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TuS Heven 09 verpflichtet 18-jährigen
talentierten Nachwuchs-Torhüter

"Kämpfer" Kevin Gensch:
"Kehre zu meiner alten Liebe zurück"

Kevin Gensch, 18 Jahre jung, gilt als eines der hoffnungsvollsten Torhüter-Talente im Kreis. Und vor wenigen Tagen schloss sich für den Sportstudenten mit seinem Bertolt-Brecht-Motto "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren" der Kreis: Er kehrte nach sechs sportlichen "Lehrjahren" zu seinem Stammverein TuS Heven 09 zurück.

Beim VfL Bochum landete Kevin Gensch schon als 12-jähriger Knirps nach seiner tollen "Zu-null"-Vorstellung gegen die sieggewohnten D1-Junioren des Ex-Bundesligisten. Während eines Probetrainings überzeugte Kevin auf Anhieb den Bochumer Trainerstab und gehörte fortan zum erfolgreichen D1-Junioren-Team des VfL.

Unter den Torwarttrainern Christian Ovelhey und Andreas Urban entwickelte sich der junge Kevin, der neben der deutschen auch noch die polnische Staatsangehörigkeit besitzt, in den jeweiligen VfL-Junioren-Mannschaften zu einem Torhüter der Extraklasse, gewann mit den VfL-Junioren-Teams zahlreiche Pokale und Meisterschaften, erhielt diverse Auszeichnungen als "Bester Torwart" sowie Einladungen in die Kreis- und Westfalen-Auswahl.

Doch im Jahr 2011 stockte für Kevin Gensch der "Fahrstuhl nach oben". Durch einige sportlich für ihn nicht nachvollziehbare Entscheidungen der VfL-Übungsleiter war der 1,90 Meter große Nachwuchs-"Keeper" nicht nur enttäuscht, sondern verabschiedete sich kurzentschlossen von der Castroper Straße und wechselte zu den "Kleebättern" nach Rot-Weiß Oberhausen. Doch schnell merkte Kevin, dass der Drittligist für ihn die falsche Adresse war und beschloss wegen sportlicher Perspektivlosigkeit, zu seinem Stammclub an den Haldenweg zurückzukehren.

"Kevins Entschluss, bei uns einen Neuanfang zu wagen, kommt unseren Überlegungen bezüglich der Torwartfrage sehr entgegen. Wie bekannt, zählt unser Torwart-Oldie Holger Lichottka inzwischen über 40 Lenze, und da bot es sich einfach an, den erst 18-jährigen veranlagten Kevin zu verpflichten", erläutert TuS-Abteilungsleiter Marek Duda.

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3 FRAGEN
AN KEVIN GENSCH

1.
Nach fünf eigentlich erfolgreichen Jahren bei den VfL-Junioren wechselten Sie zu RWO, um dann zum Hevener Stammverein zurückzukehren. Warum?

Bis zu den A-Junioren war ich die unangefochtene Nummer eins im Tor der VfL-Nachwuchs-Mannschaften. Nach zwei Zu-null-Einsätzen im U19-Team wurde ich zwar hoch gelobt, im Tor spielte aber mein Konkurrent. Danach wurde ich mit leeren Versprechungen hingehalten. Währenddessen hatte ich interessante Angebote, bekam aber keine Freigabe. Erst drei Monate später kam von Bochum das Okay, und ich wechselte voller Tatendrang zu RWO, wo ich aber ohne Spielpraxis blieb und fast die Lust am Fußball verlor.

2.
Wie sehen Sie Ihr künftiges "Standing" beim TuS Heven?

Ich will mich durch gute Trainings- und Wettkampfleistungen für die Startelf empfehlen und vor allem wieder Spaß am Fußball bekommen. Dann muss der Trainer entscheiden. Wenn möglich, will ich mit TuS Heven in die Oberliga aufsteigen und nach langer Zeit wieder einen Erfolg mit meiner "alten Liebe" feiern.

3.
Haben Sie Ihr ursprüngliches Ziel, einmal Profi-Fußballer zu werden,
"ad acta" gelegt?

Berufsfußballer zu werden, ist in meiner Lebensplanung ein wenig nach hinten gerutscht. Vorrang hat derzeit mein Abitur-Abschluss, und danach strebe eine Ausbildung oder ein Studium an. Jedoch ist und wird es immer mein großer Traum sein, irgendwann einmal im Profibereich aktiv zu sein. Natürlich gehört auch Glück dazu, und das fehlte mir in letzter Zeit ganz einfach. Vielleicht gibt's in meinem Leben ja doch noch die berühmte zweite Chance. Und die will ich dann unbedingt nutzen.

Interview: Alfred Möller

Autor:

Alfred Möller aus Witten

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