"Kowa": Griffspezialist, Allrounder und Gastronom

Günter Kowalewski gehörte über ein Jahrzehnt zur deutschen Ringer-Elite. amö-Foto
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6-facher Deutscher Meister und
Olympia-Teilnehmer von München
feierte 70.

Ringer-Ass Günter Kowalewski
kämpfte sowohl für SUA als auch KSV

Sowohl für die Sport-Union Annen als auch für den KSV Witten stand der 6-fache deutsche Meister und Olympia-Teilnehmer von München 1972 erfolgreich auf der Matte. Und am Donnerstag, dem 31. Januar, feierte Günter "Kowa" Kowalewski seinen runden 70. Geburtstag.

Mit dem Ringen begann Günter Kowalewski als Jugendlicher bei Jahn Marten, wechselte 1961 zu der damals noch ruhmreichen Sport-Union Annen, und noch im gleichen Jahr, als 18-Jähriger, wurde das Nachwuchs-Talent erstmals deutscher A-Jugend-Meister (F) im Halbschwergewicht.

Seinen ersten Erfolg bei den deutschen Senioren-Meisterschaften verbuchte der beide Stilarten beherrschende Athlet im Jahre 1966, als er im Mittelgewicht, griechisch-römischer Stil, Deutscher Meister wurde. 1967, 1970, 1973 (gr.-rö. und Freistil) sowie 1974 blieb der Griffspezialist als Halb-und Schwergewichtler weiter in der Erfolgsspur und erweiterte seine Titelsammlung auf insgesamt sechs deutsche Meisterschaften. Wobei dem Wittener Allrounder mit dem 1973er Doppelerfolg - heutzutage eigentlich undenkbar - ein ganz besonderes persönliches Highlight gelang.

Darüber hinaus errang "Kowa" noch zwei Vizemeisterschaften (1971, 1972) und war 1974 nicht nur Mitglied der bärenstarken KSV-Staffel, die im Finale den ASV Schorndorf bezwang und die zweite von insgesamt sieben DMM in die damalige Ringerhochburg Witten holte, sondern gehörte über ein Jahrzehnt lang zur absoluten nationalen Ringer-Elite.

Dagegen verlief die internationale Karriere des Wittener Athleten - außer dem Gewinn des Internationalen Turniers 1970 in Savona (Italien) und einem 5. EU-Platz - nicht ganz so prickelnd. Während Kowalewski bei der durch die tragischen Ereignisse um das israelische Team überschatteten Olympiade in München nach einem Sieg und zwei Niederlagen noch Rang acht belegte, konnte er sich bei den Europa- und Weltmeisterschaften nicht mehr unter die Top-Ten platzieren.

Nach insgesamt 82 Mattenduellen für den KSV, bei denen der routinierte Kämpfer 58-mal als Sieger und 11-mal mit einem Remis die Matte verließ, hing der inzwischen 36-Jährige für immer seine Ringerstiefel an den berühmten Nagel. Mit seiner Gattin Christa startete Günter Kowalewski als Gastronom und "Kranführer" eine zweite Karriere. Im "Kruppschen Gasthaus" und "Schultheiß-Stübchen" war das Ehepaar 32 lange Jahre in einem nicht ganz einfachen Job stets um das Wohl der Gäste bemüht, um dann, Ende 1999, endgültig in den wohlverdienten Ruhestand zu wechseln.

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Günter Kowalewski gehörte über ein Jahrzehnt zur deutschen Ringer-Elite. amö-Foto
Im Jahre 1974 sicherte sich diese KSV-Staffel nach einem 21:17-Erfolg  in ASV Schorndorf und einem 18,5:18,5-Remis in Witten die zweite DMM (v. l.): Heinz Eichelbaum, Günter Kowalewski, Heinz Sperling, Detlef Englich, Hüsamettin Öngor, Klaus Rost, Detlef Schmengler, Horst Treml, Horst Nettesheim, Münür Caliscan. Foto: Archiv Limper
Autor:

Alfred Möller aus Witten

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