Auf ein Wort: Alte Menschen

Gerd Sauer, Pfarrer i.R.

Vom „demographischen Wandel“ ist in letzter Zeit häufiger die Rede. Damit wird die Beobachtung angesprochen, dass die Bevölkerung vor allem hier in Europa durchschnittlich immer älter wird, dass sich also die Alterspyramide nach und nach verschiebt.
Vor allem der medizinische Fortschritt lässt unsere Lebenserwartung tendenziell deutlich steigen.
Das ist natürlich für viele von uns ein großer Gewinn, wirft aber insgesamt doch auch einige Probleme auf. Ändern muss sich jedenfalls die einseitige Fixierung auf die Gleichung: jung = attraktiv = beachtenswert hin zu der Einsicht, dass auch und gerade alte Menschen unseren Respekt, unsere Beachtung und unsere Zuneigung verdient haben, auch dann, wenn sie offenbar inzwischen an ihre Grenzen gestoßen sind.
Ein kleiner Text, der ursprünglich aus Afrika stammt, bringt das sehr schön auf den Punkt:
„Selig, die zu wissen scheinen, dass meine Augen trübe und meine Gedanken träge geworden sind.
Selig, die begreifen, dass mein Ohr sich anstrengen muss, um alles aufzunehmen, was man mir sagt.
Selig, die es verstehen, Erinnerungen an frühere Zeiten in mir wachzurufen.
Selig, die in ihrer Güte die Tage erleichtern, die mir noch bleiben auf dem Weg in die ewige Heimat.“

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