Weiße Pracht auf dem Schnee nichts Neues

Die Jungen und Mädchen der "Kinderarche" hatten viel Spaß mit dem Schnee. Wenn es nach ihnen ginge, darf es ruhig noch so weiter gehen mit dem Winter.
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Der Winter hat Witten fest im Griff. Und wenn man den Wetterfröschen Glauben schenken kann, wird dies auch noch ein paar Tage so bleiben. Uns erwarten Spaziergänge durch tolle Winterlandschaften, endlich können Schneemänner gebaut, kann Schlitten gefahren werden.

Machen Sie mit und stellen Sie Ihre eigenen Bilder hier auf Lokalkompass ein. So schön war der Winter schon lange nicht mehr!

Ein Schlitten? Ist doch was für Weicheier! Wenn Lena, Cara, Sophie und Jonas ihre ganz persönliche Eis- und Schneebahn runtersausen, dann reicht die Schneehose als Untersatz aus. Gut, ihre Eis- und Schneebahn ist nicht wirklich lang, ein paar Meter nur. Aber jede Schneeflocke wird würdig gefeiert, der Schnee, das ist purer Spaß für die vier Kindergartenkinder.
Im Sommer kommen sie auf die Schule, in diesem Winter aber dürfen sich noch einmal den Schnee unbeschwert genießen - in ihrem Kindergarten, der Kinderarche an der Wartburgstraße nahe der Ardeystraße. „Die ganz Kleinen lernen Schnee ja gerade erst kennen“, erzählt Nils Halfmann, der Erzieher der Racker, „und die Großen genießen ihn jetzt in vollen Zügen. Das ist doch toll.“ Also geht es raus aus dem Kindergarten aufs große Außengelände, dick eingepackt versteht sich. Ob es schneit oder nicht: Den Kleinen ist es egal, Hauptsache, der Schnee bleibt noch eine Weile liegen. Und was sagt der Erzieher? Nils Halfmann bleibt diplomatisch: „Ich freue mich einfach, dass sich die Kinder freuen. Für sie ist es eine schöne Erfahrung. Allerdings hätte ich mehr gefreut, hätte der Schnee über Weihnachten Einzug gehalten ...“
Vor einem Jahr fiel der Winter eher mau aus, dieses Jahr jedoch scheint er sich festsetzen zu wollen. Unweit des Kindergartens Kinderarche befindet sich der Helenenberg.
Wo in den Vormittagsstunden normalerweise manch Hundebesitzer den Ausblick und die Ruhe genießt, herrscht gähnende weiße Leere. Ein einsamer Hundebesitzer zieht in der Ferne seine Runde, Fußgänger, Spaziergänger? Niemand sonst zu sehen. In den Vormittagsstunden herrscht hier oben fast schon eine gespenstische weiße Stille.
Wenn sich jemand in Witten mit dem Thema Schnee auskennen muss, dann dürften es die Menschen wo sein? Genau: Auf dem Schnee natürlich. Der Weg also führt in die Wittener „Hochlagen“.
Genau an der Stadtgrenze zu Herdecke betreibt Dieter Bökmann seinen Edeka-Supermarkt. Schnee ist für den Schneer – ein zweischneidiges Schwert. „Zunächst einmal müssen wir morgens, bei den jetzigen Schneeverhältnissen, etwa zwei Stunden fürs Schneeschippen einrechnen“, erzählt der Kaufmann.
Marie-Claire Scheerer hat ebenfalls keine Probleme mit der weißen Pracht, „auch wenn morgens schon manchmal der Verkehr stockt“, erzählt die 18-Jährige. „Dann wird links und rechts auf den Gehwegen ordentlich Schnee geschippt und vor allem die Nebenstraßen bei uns auf dem Schnee sind dann eine echte Herausforderung.“
Für Autos, aber auch für Fußgänger. An der Bushaltestelle wartet sie während des Gesprächs auf den Bus der Linie 376 nach Witten, der pünktlich einfährt. „Als ich noch ein Kind war, fand ich es natürlich ganz toll, dass ich hier oben im Winter nie weit laufen musste, wenn ich Schlitten fahren wollten“, ­erinnert sie sich.
Heute fährt sie vielleicht keinen Schlitten mehr, doch schön findet sie den Schnee, also den weißen, noch immer, jedoch: „So Ende Januar darf er trotzdem gerne wieder verschwinden, dann reicht es“, lächelt sie.
Elke Jungbauer hat mit ihren 73 Jahren schon manch einen Schnee auf dem Schnee erlebt und ist eine bekennende Schneefreundin: „Die Luft ist dann so herrlich frisch bei uns auf dem Berg“, sagt sie und obwohl sie sich eine leichte Erkältung eingefangen hat, klagt sie nicht. „Schnee gehört zum Winter einfach dazu, und da es im letzten Jahr doch kaum Schnee gegeben hat, ist es doch schön, dass die Kinder wenigstens jetzt ein paar Tage haben, an denen sie rodeln können.“
Dass es Einschränkungen gibt, daraus macht sie keinen Hehl: Gerade als der Schnee frisch war, stellte das Autofahren auf dem Schnee eine gewisse Herausforderung dar. Doch die Schneerin meckert nicht: „Auch bei grauem Himmel genieße ich diese weiße Pracht“.
Die Stadt hat in diesem Jahr bislang mit dem Streusalz alles bestens im Griff, und so sind alle bevorzugten Plätze auch mit dem Auto erreichbar. Der Hammerteich wird bisher nur von einer dünnen Eisschicht bedeckt, sodass es mit dem Schlittschuhlaufen noch nicht funktioniert. Aber denken wir nur an letztes Jahr  - was nicht ist, kann ja noch werden.
Während es auf dem und um den Hammerteich also noch eher ruhig ist, werden die Wittener Rodelgebiete stark frequentiert, und von denen gibt es in der Ruhrstadt mehr als genug. Ob am Hohenstein, an den drei Teichen, an der Rodelwiese am Kohlensiepen oder am Helenenberg: Überall herrscht buntes Treiben.
Dr. Theodor Kränke ist mit Tochter Marie zum Hermanns­tempel gekommen. „Das Gefälle ist für kleine Kinder sehr gut geeignet und für meine sechsjährige Tochter gerade richtig“, sagt er. „Und so ein Tag im Schnee lässt sich gut mit einem Besuch des Wildschweingeheges verbinden. Überhaupt sind die Gegebenheiten und die Landschaft auf dem Hohenstein sehr schön, und wir sind auch im Sommer gerne hier.“
Ebenfalls auf dem Hohenstein unterwegs sind Margit und Dieter Horn mit Enkelin Lena. „Ich selbst bin hier als Kind schon Schlitten gefahren“, verrät Margit Horn. „Es gibt hier schöne Pisten, und wir können den neuen Schlitten einweihen, den wir gerade eben gekauft haben.“
Für Lena ist es bereits der zweite Rodeltag. „Gestern bin ich schon in Heven im Wald gefahren“, erzählt sie. „Aber hier auf dem Hohenstein macht es mehr Spaß. Man hat mehr Platz und kann besser und schneller fahren.“
Ganze Rodel-Rudel haben den Weg zum Helenenberg gefunden. An kurzen, langen, steilen, flachen Hängen geht es hier mit dem Schlitten bergab. Nadine Becker ist mit ihren drei Kindern hier. „Normalerweise fahren wir zum Rodeln ebenfalls auf den Hohenstein, aber das hier ist mal was anderes“, sagt sie. „Und solange noch Schnee liegt, werden wir das auch ausnutzen und jeden Tag rodeln gehen.“
Der zehnjährige Tobias hat derweil seinen Spaß auf der Rodelwiese am Kohlensiepen. „Das ist eine tolle Strecke, weil sie so lang ist“, so seine Meinung. Doch alles hat auch seine Schattenseiten, wie Tobias weiß: „Doof ist nur, dass man den Schlitten hinterher den ganzen Berg wieder hochziehen muss.“

Autor:

Lokalkompass Witten aus Witten

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