Kirchenasyl war erfolgreich

Pfarrerin Heike Rienermann und Gerhard Damerau vom Unterstützerkreis zeigen es auf der Karte: In Sprockhövel und auf dem Schnee wurde der jungen Frau aus Eritrea Kirchenasyl gewährt. Unterstützung leisteten auch der Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Sigurd Hebestreit (2. von rechts) und Pfarrer Carsten Griese.
  • Pfarrerin Heike Rienermann und Gerhard Damerau vom Unterstützerkreis zeigen es auf der Karte: In Sprockhövel und auf dem Schnee wurde der jungen Frau aus Eritrea Kirchenasyl gewährt. Unterstützung leisteten auch der Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Sigurd Hebestreit (2. von rechts) und Pfarrer Carsten Griese.
  • hochgeladen von Walter Demtröder

Endlich kann der Antrag gestellt werden! Dank des Kirchenasyls der evangelischen Kirchengemeinden Rüdinghausen/Schnee und Sprockhövel darf eine junge Frau aus Eritrea, die im Frühjahr 2018 nach Deutschland gekommen war, hoffen, auch hier bleiben zu können.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte im Januar vergangenen Jahres entschieden, dass der Asylantrag im Erstaufnahmeland Italien gestellt werden müsse. Erst nach einer Überstellungsfrist von 18 Monaten hätte die junge Frau den Antrag in Deutschland stellen können. Ihr drohte die sofortige Abschiebung nach Italien, wo für Flüchtlinge katastrophale Zustände herrschen.
Helfen konnte ihr nur das Kirchenasyl. Die Presbyterien der beiden Gemeinden in Witten und Hattingen entschieden sich aus humanitären Gründen, es zu gewähren.
Zunächst war die junge Frau, die aus Angst, dass ihre Familie in ihrem Heimatland bedroht werden könne, nicht in der Öffentlichkeit auftreten möchte, war zunächst in der evangelischen Kirche auf dem Schnee untergebracht.
Dort wurde sie von einem Helferkreis von 15 Leuten betreut, die sich um sie kümmerten und ihr Deutschunterricht erteilten. „Wir haben in der Gemeinde viel positive Unterstützung bekommen“, sagt Gemeindepfarrer Carsten Griese rückblickend.
Anschließend folgte die Weiterbetreuung in Sprockhövel bis zum Ablauf der Überstellungsfrist im Dezember 2019. Nun darf die junge Frau, die zurzeit im Flüchtlingsheim an der Brauckstraße wohnt, ihren Asylantrag in Deutschland stellen.
Die Lebensbedingungen für Frauen in Eritrea sind unwürdig. Frauen werden diskriminiert und müssen einen lebenslangen Militärdienst ableisten, in dem sie häufig von ihren Vorgesetzten vergewaltigt werden. „Daher“, so Professor Sigurd Hebestreit, Flüchtlingsbeauftragter des Kirchenkreises Hattingen/Witten, „stehen die Chancen relativ gut, dass der Antrag bewilligt wird.“

Autor:

Walter Demtröder aus Witten

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