Kuno Guse recherchierte zu Steinkohlebergwerken in Witten
Ruhrrevier gibt Buch raus

"Steinkohlenbergwerk Vereinigte Bommerbänker Tiefbau 1857 bis 1965" beleuchtet eine unbekannte Seite des Kohleanbaus in der Region.
2Bilder
  • "Steinkohlenbergwerk Vereinigte Bommerbänker Tiefbau 1857 bis 1965" beleuchtet eine unbekannte Seite des Kohleanbaus in der Region.
  • Foto: Verein
  • hochgeladen von Nicole Martin

"Steinkohlenbergwerk Vereinigte Bommerbänker Tiefbau 1857 bis 1965": Das ist der Titel eines Buches, das der Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. aus Witten jetzt herausgegeben hat.

In akribischer Kleinarbeit hat das Mitglied Kuno Guse recherchiert, um erhaltene Unterlagen und Fotos aus verschiedenen Archiven und privaten Sammlungen zusammenzustellen, die eine möglichst belegbare Chronologie dieser wenig bekannten Zeche ermöglichen, nachdem deren Akten kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges einem Bombenangriff zum Opfer fielen.

Kurzer historischer Rückblick

Bereits im frühen 18. Jahrhundert förderten 17 Zechen Steinkohle in der Bommerbänker Mulde südlich von Witten. Als die Kohlevorräte der Grubenfelder über der Stollensohle des St. Johannes Erbstollen im Norden und des Bommerbänker Erbstollen im Süden zur Neige gingen, beschlossen die Gewerke 1857 die Konsolidation zu einer Tiefbauzeche, die 1862 (auch damals dauerten die Genehmigungsverfahren schon etwas länger) durch das Königliche Oberbergamt in Dortmund genehmigt wurde.
Dann ging es „Schlag auf Schlag“: 1873 Teufbeginn, 1875 Beginn der Förderung dieser südlich der Ruhr in Bommern gelegenen Tiefbauzeche im Grubenfeld mit den drei ergiebigsten Flözen Mausegatt, Kreftenscheer und Geitling in einer Muldentiefe von bis zu rund 310 Metern. Rund vier Millionen Tonnen hochwertiger Steinkohle wurden von 1875 bis zur Stilllegung 1906 gefördert. Dann: 1903 Verkauf der Zeche an die Gewerkschaft Mont-Cenis in Herne; 1965 Löschung der Berechtsame.
Auf 170 Seiten mit zahlreichen, teilweise farbigen, Zeichnungen und drei eingelegten Kopien historischer Karten, die zum Teil im Sinne einer Allgemeinverständlichkeit überarbeitet wurden, wird die Geschichte der Zeche ausführlich behandelt.
Das Buch kann erworben werden beim Herausgeber Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrevier e.V., Postfach 6172 in 58430 Witten, bei den LWL-Museen Zeche Zollern in Dortmund und Zeche Nachtigall in Witten-Bommern, beim Stadtmarketing, im Märkischen Museum sowie im lokalen Buchhandel.

"Steinkohlenbergwerk Vereinigte Bommerbänker Tiefbau 1857 bis 1965" beleuchtet eine unbekannte Seite des Kohleanbaus in der Region.
Autor und Vereinsmitglied Kuno Guse.
Autor:

Nicole Martin aus Witten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen