Verein übergibt Feuerwehrfahrzeug an Partnerstadt in Äthiopien

Das Fahrzeug wurde auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr offiziell übergeben.
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Einen großen Schritt zur Brandbekämpfung und Lebensrettung in Wittens äthiopischer Partnerstadt Mekelle hat der Verein Etiopia-Witten gemacht, der ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug mit Drehleiter erworben hat, das künftig in Mekelle im Einsatz sein wird. Bürgermeisterin Sonja Leidemann hat das Fahrzeug auf dem Gelände der Wittener Berufsfeuerwehr offiziell an eine Delegation aus Mekelle übergeben.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein sogenanntes „Hubrettungsfahrzeug“ der Marke Mercedes Benz, das mit einer Drehleiter ausgestattet ist, die bis auf 28 Meter Höhe ausgefahren werden kann. Feuerwehrautos dieser Art gibt es in Äthiopien bislang kaum – genauer gesagt nur einmal – in der Hauptstadt Addis Abeba.
„Auch In Mekelle stehen mittlerweile Gebäude, die dreizehn oder mehr Stockwerke hoch sind“, berichtet Ahmedin Idris, Vorstand Etiopia-Witten. „Wenn in den oberen Stockwerken ein Feuer ausbricht, hat die Feuerwehr leider keine Möglichkeit, die Menschen zu retten.“
Obwohl das Feuerwehrauto, das vom Verein erworben wurde, bereits 30 Jahre auf dem Buckel hat, ist es noch „fast jungfräulich“, so Michael Heiland, Mitglied der Wittener Berufsfeuerwehr und Etiopia-Witten. Er war es auch, der sich bei seinen mehrfachen Besuchen in Mekelle vom Bedarf der dortigen Feuerwehr überzeugt hat, die bislang lediglich über ein einziges Löschfahrzeug verfügt. Das Fahrzeug, das der Verein nun erworben hat, stammt von der Werksfeuerwehr Bosch aus Stuttgart und hat gerade mal 35.000 Kilometer auf dem Tacho. Finanziert wurde es durch Eigenmittel und Spendengelder.
Davon, wie gut daran noch alles funktioniert, konnte sich die kleine Delegation aus Mekelle bei einer Demonstration durch Michael Heiland überzeugen. Zunächst wurde die Leiter, inklusive Delegation, auf volle Höhe ausgefahren, anschließend hieß es: „Wasser marsch!“.
Das Material stimmt also. Doch selbst das beste Pferd ist bekanntlich immer nur so gut wie sein Jockey. „Es gibt zwar auch in Mekelle eine Berufsfeuerwehr, aber deren Know-how ist bei weitem nicht mit unserem zu vergleichen“, sagt Michael Heiland. Damit die Feuerwehrleute im Umgang mit dem Fahrzeug und seinen Funktionen vertraut werden, wird Michael Heiland Unterstützung leisten. „Ich werde 14 Tage am Stück in Mekelle sein und wahrscheinlich noch einen Kollegen mitnehmen“, sagt er, „dabei können wir viele Dinge zeigen, aber die entsprechenden Übungen müssen die Leute dort natürlich selbst durchführen.“
Die Grundlage ist geschaffen und das Drehleiterfahrzeug in Äthiopien fast einmalig. Definitiv einmalig ist die Tatsache, dass in Mekelle aus Dankbarkeit und zur Stärkung der Städtepartnerschaft seit wenigen Tagen eine Straße den Namen der Ruhrstadt trägt: die Wittener Straße.

Autor:

Walter Demtröder aus Witten

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