Salon „Frauenbilder“: Westfälische Dichterfürstin Annette von Droste-Hülshoff ist Thema

Wann? 08.05.2014 18:00 Uhr

Wo? Zeche Nachtigall, Nachtigallstraße 35, 58452 Witten DEauf Karte anzeigen
Anzeige
Die Schauspielerin und Rezitatorin Sabine Negulescu trägt ausgewählte Texte der Annette von Droste-Hülshoff vor. (Foto: G. Schäper)
Witten: Zeche Nachtigall |

„Nach 100 Jahren möcht ich gelesen werden“, schrieb einst Annette von Droste-Hülshoff. Ihr Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Sie gehört heute unbestritten zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Literaturgeschichte und ist die wohl meistgelesene Autorin deutscher Sprache.

Der westfälischen Dichterin widmet sich der nächste Salon „Frauenbilder“, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL, am Donnerstag, 8. Mai, um 18.15 Uhr ins Industriemuseum Zeche Nachtigall, Nachtigallstraße 35, einlädt. Vorgestellt wird Annette von Droste-Hülshoff von Dr. Jochen Grywatsch, Leiter der Droste-Forschungsstelle beim LWL. Der Experte ist unter anderem Herausgeber des Droste-Jahrbuchs und Verfasser zahlreicher Publikationen zu Annette von Droste-Hülshoff.

Rezitatorin Sabine Negulescu trägt ausgewählte Texte vor

Die Schauspielerin und Rezitatorin Sabine Negulescu trägt ausgewählte Texte der Annette von Droste-Hülshoff vor.
Annette von Droste-Hülshoff wurde 1797 auf dem Familiensitz Burg Hülshoff bei Havixbeck geboren. Ihre weitgespannten Arbeiten umfassen Versepen, Naturlyrik, Balladen, Erzählungen. Auch als Musikerin und Komponistin war sie tätig, schrieb Lieder und entwarf Opern. Nach dem Tod des Vaters erfolgte 1826 der Umzug von Burg Hülshoff ins benachbarte Haus Rüschhaus. Ab 1841 erweiterte sich ihr Gesichtskreis während drei langer Aufenthalte bei Schwester und Schwager in Meersburg am Bodensee. Hier am schwäbischen Meer verfasste sie viele ihrer eindringlichsten Gedichte und Balladen gerade auch zu westfälischen Themen. 1842 erschien ihre Novelle „Die Judenbuche“ im bekanntesten Literaturmagazin der Zeit. Annette von Droste-Hülshoff starb 1848 auf der Meersburg. „Ihr einzigartiges, individuelles Werk entzieht sich der Zuordnung in eine bestimmte Literaturepoche. Mit ihrer künstlerischen Originalität passt sie in kein Schema“, so der Droste-Experte Grywatsch.
Im Zentrum des Salons „Frauenbilder“ steht die Modernität der Autorin und die Frage, was ihr Leben und ihre Texte für unsere heutige Zeit aussagen können. Der Vortrag wird illustriert mit zahlreichen Bildern von Personen, Orten und Texten. Anhand von Hörbeispielen werden auch Einblicke in das musikalische Schaffen der Droste vermittelt.

Salon „Frauenbilder“: Die Veranstaltungsreihe des Industriemuseums Zeche Nachtigall ist ein spezielles Angebot insbesondere - aber nicht ausschließlich - für Frauen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.