Test: Wie gut oder schlecht ist der Radverkehr in unserer Stadt?

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Die guten Fahrradabstellanlagen am Wittener Hauptbahnhof sind meist überfüllt
Witten: Rathaus |

Seit September 2018 läuft der große ADFC-Fahrradklima-Test. Alle 2 Jahre überprüft der ADFC (allgemeine Deutsche Fahrradverein) mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums bundesweit das Fahrradklima in den Städten. Jetzt können Radfahrerinnen und Radfahrer über die Qualität der Radverkehrsanlagen in Witten abstimmen!


Der ADFC-Fahrradklima-Test ist eine gute Gelegenheit, um den ADFC und seine wichtigsten Anliegen in den Städten wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken und die Menschen zum Mitmachen anzuregen. 2018 gibt es dazu im Fragebogen auch Sonderfragen zur Familienfreundlichkeit. Der Test 2018 beschäftigt sich erstmals genauer mit dem Thema Familien und Kinder. Durch Zusatzfragen rund um das Radfahren von Familien und Kindern soll die Familienfreundlichkeit von Städten und Gemeinden bewertet werden.

2016 erzielte Witten bei diesem Test eine Gesamtnote von 4,2 - knapp ausreichend. Bemängelt wurde das Stückwerk des Radwegenetzes – viele Radwege enden abrupt -, die Unsicherheit auf den aufgemalten Fahrradwegen und fehlende Abstellanlagen für Räder.Positiv bewertet wurde die Ausschilderung für den Radverkehr und die Freigabe zahlreicher Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Seit 2016 hat sich aus meiner Sicht nicht viel im Bereich der Radverkehrsanlagen in Witten getan.

Größere Umbaumaßnahmen wie die Radwege auf der an der erneuerten Pferdebachstraße und die Rad und Fußgängerbrücke über diese Straße zum Lückenschluß des Rheinischen Esels erfolgen erst nach Ablauf des Tests. Witten erarbeitet nun auch ein Verkehrskonzept für den Radverkehr, aber Verbesserungen werden daraus hoffentlich in den nächsten Jahren erfolgen. Dazu gehört auch die Asphaltierung des östlichen Teils des Rheinischen Esels, Der Radweg an der Herbeder Straße (Ruhrtalradweg) braucht dringend eine Erneuerung der Fahrbahndecke. Irgendwann ggf. nach 2020 wird der Rheinische Esel in Bochum-Langendreer auch an den Radschnellweg Ruhr RS1 angeschlossen. Der mit 100 km Länge1von Duisburg bis Hamm/Unna quer durch das Ruhrgebiet führen wird.

Eine Teilnahme am Fahrradklimatest ist wichtig, um auf einer breiten Grundlage von Teilnehmer*innen eine solide Bewertungsgrundlage zu erzielen. Der Test dauert ca. 10 Minuten und kann entweder online oder auf einem ausgedruckten Fragebogen erfolgen.

Den Fragebogen unter www.fahrradklima-test.de, im Download-Bereich unter https://www.fahrradklima-test.de/downloads.

Wer mehr für die Verbesserung des Radverkehrs in NRW tun will, kann auch die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ in NRW unterstützen. Sie setzt sich für ein Fahrradgesetz in NRW, in dem sich das Bundesland verpflichtet, den Radverkehr sicherer zu machen und auszubauen. Dafür ist dann jeweils Geld im Landeshaushalt bereit zu stellen. Die Unterschriftenliste findet man unter www.aufbruch-fahrrad.de
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