Sicher mit dem Rollator

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Unter fachkundiger Anleitung von Roland Sentheim meistert Ursula Krüger den Rollator-Parcours.

Es rollte in der Stadtgalerie: Etwa 50 Senioren waren der Einladung von Polizei, Bogestra und Verkehrswacht zum Rollatoren-Tag gefolgt.

In einem speziellen Parcours wurden unterschiedliche Beläge wie Asphalt, Kopfsteinpflaster, Rasen oder welliger Untergrund simuliert. Dabei mussten auch Stufen gemeistert werden. Hier waren etliche Rollator-Oldies bereits überfordert. „Viele Senioren wissen nicht, dass es bei den meisten Modellen eine Ankipp-Hilfe gibt, die das Überwinden von Bordsteinen erleichtert“, sagte Polizeihauptkommissar Roland Sentheim von der Verkehrsunfallprävention der Polizei Bochum. „Nur ein geringer Teil der Leute kennt seinen Rollator richtig“, so Roland Sentheim weiter. Dem wurde im Rollator-Parcour unter fachkundiger Anleitung abgeholfen.
Nachhilfe gab es auch seitens der Bogestra. Vor der Stadtgalerie erklärte ein Bogestra-Team die richtige Handhabung der Rollatoren beim Ein- und Ausstieg in einen Linienbus.
Zusätzlich angeboten wurde ein kostenloser Rollator-Check. Wer wollte, konnte an seinem Gefährt die Bremsen sowie die richtige Höhe der Griffe überprüfen und gegebenenfalls einstellen lassen.
Eine der Teilnehmerinnen war Ursula Krüger. Erst seit einem Jahr nutzt sie einen Rollator im täglichen Leben. „Vieles ist noch neu für mich, zum Beispiel wie ich am besten über eine Holperstrecke komme. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt, vorbeizukommen“, sagte sie.
Auch bei einem Rollator gilt: Wer billig kauft, kauft zweimal. Das günstigste Modell, das von den Krankenkassen komplett bezuschusst wird, ist bereits für 99 Euro erhältlich. Nach oben reicht die Preisspanne bis zu 1.000 Euro. Die Unterschiede äußern sich in Qualität, Gewicht, Ausstattung, Größe der Räder und Handhabung. „Die meisten Senioren scheuen sich, etwas mehr Geld auszugeben und legen es lieber für die Enkel zurück“, weiß Roland Sentheim aus Erfahrung. „Allerdings“, führt er aus, „sollte man sich auch bewusst sein, dass es das letzte Verkehrsmittel ist, das man hat. Und daran sollte nicht gespart werden.“
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