Disc Golf - ein neuer Sport in Witten

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Es ist vollbracht: Der erste Korb der Wittener Disc-Golf-Anlage steht.
 
Philip Raillon: „Begeistert hat mich, dass es sich um eine Sportart handelt, die von der Nutzung kostenlos ist und von jedermann gespielt werden kann.“

Spaziergänger im Pferdebachtal werden dort demnächst häufiger innehalten und sich über fliegende Scheiben wundern, denn zwischen Christopherus-Hof und Uni entsteht zurzeit die Wittener Disc-Golf-Anlage.

Auf einer 300 mal 200 Quadratmeter großen Fläche werden neun Disc-Golf-Körbe aufgestellt, in die es bei diesem Sport zu treffen gilt. Die Idee dazu hatte Philip Raillon, der vor einigen Jahren bei einem Urlaub in Neuseeland Bekanntschaft mit dem Disc Golf gemacht hat.
„Begeistert hat mich, dass es sich um eine Sportart handelt, die von der Nutzung kostenlos ist und von jedermann gespielt werden kann“, sagt der aktuelle Vorsitzende der Wittener Jusos, der die Idee, in Witten eine solche Anlage zu installieren, bei seiner Fraktion ins Gespräch brachte. „Alle waren davon sehr angetan“, so Philip Raillon.
Mit TuRa Rüdinghausen, einem Verein, der gut im Breitensport aufgestellt ist, wurde ein Sportpartner gefunden, und gemeinsam trat man an den Disc-Golf-Verband NRW heran. Dort stieß man auf offene Ohren. Ergo hieß es nun, einen geeigneten Ort zum Spielen sowie Sponsoren für das Projekt zu finden und den bürokratischen Kram mit der Stadt zu erledigen.
Bei letzterer Aufgabe galt es, viele Fragen zu klären. Inwieweit wird die Natur belastet? Könnten Unbeteiligte durch umherfliegende Scheiben verletzt werden? Könnte es dort, wo die Anlage entstehen soll, in Zukunft bauliche Veränderungen geben?
Drei Jahre zogen ins Land, bis alle Fragen geklärt waren, und mit vielen ortsansässigen Betrieben wurden auch die Sponsoren gefunden. „Es ist toll“, so Philip Raillon, „dass letztlich alle an einem Strang gezogen haben: TuRa Rüdinghausen, der Disc-Golf-Verband NRW, die Stadt, das Kinder- und Jugendparlament und die Uni.“
Nach Fertigstellung der Disc-Golf-Anlage kann sie von jedermann kostenlos und jederzeit genutzt werden. Erprobt wurde sie bereits – und für gut befunden, wie Werner Szybalski, Präsident Frisbee NRW, sagt: „Wir haben hier bereits drei Turniere mit mobilen Körben ausgetragen, und es hat wunderbar funktioniert.“


Disc Golf stammt aus den USA. Gespielt wird nach Golf-Regeln. Es gilt, mit so wenig Versuchen wie möglich, eine Scheibe mit einem Gewicht zwischen 125 und 180 Gramm in den Korb zu werfen. Von dort, wo die Scheibe nach dem letzten Wurf liegenbleibt, wird weitergespielt. Die Entfernungen vom Abwurf bis zum Korb variieren; auf der Anlage im Pferdebachtal liegen sie zwischen 75 und 120 Metern.
Grundsätzlich ist Disc Golf eine Einzelsportart, kann aber auch in Mannschaften gespielt werden. Bundesweit üben bereits 20.000 Leute diesen Sport aus. In Nordrhein-Westfalen sind es etwa 5.000, darunter 450 Verbandsaktive.
Um Disc Golf spielen zu können, benötigt man drei Scheiben, die über unterschiedliche Flugeigenschaften verfügen: den „Driver“ für den Abwurf und größere Distanzen, den „Approach“ für die Annäherung an den Korb, und den „Putter“, der schließlich in den Korb geworfen wird.
Disc Golf ist eine Sportart, die auch von Leuten mit kleinem Budget ausgeübt werden kann. Der Preis für eine einzelne Scheibe liegt etwa zwischen 8,50 und 30 Euro, komplette Sätze für Einsteiger werden bereits ab 25 Euro angeboten. Erhältlich sind Disc-Golf-Scheiben in speziellen Shops oder übers Internet. Bei der Beratung hilft TuRa Rüdinghausen.
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