Das Siegfried Museum zeigt den Hexenwahn

Die Bibel und der Teufel: Eine symbolträchtige Kombination im Xantener SiegfriedMuseum.
  • Die Bibel und der Teufel: Eine symbolträchtige Kombination im Xantener SiegfriedMuseum.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christoph Pries

Zu einer offenen Themenführung durch die Sonderausstellung „Aberglaube und Hexenwahn am Niederrhein“ lädt Museumsleiterin Anke Lyttwin ein. Die Führung findet im SiegfriedMuseum am Dienstag, 1. November, um 11 Uhr statt.

Xanten. Die Führung ist kostenlos. Nur der Museumseintritt ist zu entrichten. Keine Anmeldung erforderlich. Zauberei und Hexenglaube begegnet uns in allen Lebenslagen, zum Gruseln, als Scherz oder als Event zu Halloween. Nachdem der nächtliche Spuk vorbei ist, bietet das SiegfriedMuseum am 1. November anlässlich der Sonderausstellung „Aberglaube und Hexenwahn“ des Grafschafter Museums Moers, eine offene Themenführung an.

Magie und Talisman

Vorstellungen von Dämonen und Zauberei sind bis in die Antike zurückzuverfolgen. Magie in allen Lebenslagen kennt man noch heute, vom Daumendrücken über den Albtraum bis zum Talisman. Hexen spuken durch Kinderbücher und in Fantasy-Romanen. Den massiven Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit liegt allerdings ein anderer gelehrter Hexenbegriff zugrunde, der aus verschiedenen Vergehen ein „Superverbrechen“ konstruierte und damit ein Klima für Verfolgung schaffte. Als dem Hexereidelikt der juristische Boden entzogen wurde und es aus den Strafgesetzbüchern verschwand, hörten die Scheiterhaufen auf zu brennen. Das Foto zeigt im Hintergrund eine Bibel aus Nürnberg aus dem Jahre 1616. Im Vordergrund ist eine Teufelsfigur aus dem 18./19. Jahrhundert vom Niederrhein zu sehen. Die Bibel ist eine Leihgabe des Grafschafter Museums Moers. Der Holzteufel ist eine Leihgabe des Niederrheinischen Museums für Volkskunde und Kulturgeschichte Kevelaer.

Autor:

Christoph Pries aus Xanten

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