Immer mehr verletzte Radfahrer durch Dooring
Einfache Maßnahme könnte Zahl der Unfälle minimieren

"Das Erleuchten der dritten Bremsleuchte oder die automatische Aktivierung der Warnblinkanlage könnte so manchen Dooring Unfall verhindern", ist sich der Erfinder sicher. An exakt dieser Stelle fuhr erst vor ein paar Tagen eine Radfahrerin in eine sich plötzlich öffnende Autotür und verletzte sich schwer
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  • "Das Erleuchten der dritten Bremsleuchte oder die automatische Aktivierung der Warnblinkanlage könnte so manchen Dooring Unfall verhindern", ist sich der Erfinder sicher. An exakt dieser Stelle fuhr erst vor ein paar Tagen eine Radfahrerin in eine sich plötzlich öffnende Autotür und verletzte sich schwer
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Taxifahrer aus dem Kreis Wesel hat seit zehn Jahren Patent auf eine Idee

Wer kennt es nicht? Man passiert mit dem Rad parkende Autos und plötzlich öffnet jemand seine Autotür, so dass man mit einem Satz über dieselbe fliegt und im besten Fall eine schmerzhafte Bekanntschaft mit der Straße macht. Es kann aber auch schlimmer kommen, Erst vor ein paar Tagen fuhr eine 18jährige Radfahrerin in eine sich plötzlich öffnende Autotür und verletzte sich schwer. Im Jahr 2018 erlitten mehr als 15000 Radfahrer schwere und fast 72000 leichte Verletzungen im Straßenverkehr. Etwa zehn Prozent der Unfälle geschahen durch das sogenannte Dooring, also das plötzliche Öffnen der Tür eines am Straßenrand parkenden PKW.
Dabei könnte man diese Zahlen durch eine einfache Maßnahme erheblich reduzieren.
Der Weseler Taxifahrer und Erfinder Zülfikar Celik hat bereits vor etwa zehn Jahren ein Patent auf seine Idee erhalten. Eine einfache Schaltung, die beim Öffnen der Tür die dritte Bremsleuchte oder die Warnblinkanlage einschaltet, beziehungsweise andere Reaktionen am Fahrzeug hervorruft, um das Risiko eines Fahrradunfalles zu vermeiden.
„Eine ganz simple Sache mit einer großen positiven Wirkung“, erklärt Celik, „die nicht mal Geld kostet“.
Verhindert wird die Realisierung bis jetzt durch die Bürokratie, denn die internationale ECE Regelung 48 legt exakt fest, was wann an welchem Fahrzeug leuchten darf . Den KFZ Herstellern, denen der 50jährige seine Entwicklung angeboten hat, sind damit die Hände gebunden, denn die Einrichtung dieser Maßnahme bedarf einer gesetzlichen Anordnung.
Das versteht Celik ja. Was er nicht versteht ist, dass sich nichts tut, obwohl er sogar bereits vor Jahren die Gelegenheit erhielt, seine Erfindung in Anwesenheit des damaligen Verkehrsministers Rühl im Verkehrsausschuss vorzustellen.
Doch nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Wir mir heute Hans Peter David, Leiter der Abteilung Fahrzeugsicherheit der DEKRA und Mitglied im Sonderausschuss Lichttechnik des Fachausschusses KFZ Technik auf nationaler Ebene, telefonisch versicherte, ist das Thema mittlerweile ernster Bestandteil der Beratungen innerhalb der internationalen Gremien. „Man hat erkannt“, so David, „dass hier erhöhter Handlungsbedarf besteht“. Er ist sich sicher, dass das Problem nicht kleiner wird, sondern durch den Mischverkehr, bei dem sich Fahrräder und Autos die Straßen immer öfter teilen, noch mehr an Bedeutung gewinnen wird. „Nun kommen ja auch noch die E-Scooter dazu“, gibt er zu bedenken.
David, der Celik von Anfang an in dieser Sache begleitet hat und dem die Beharrlichkeit des Weselers imponiert, ist sich sicher, dass eine Umsetzung bald stattfinden wird. „Wie diese allerdings aussehen wird, steht in den Sternen“, sinniert er.
Bleibt nur zu hoffen, dass etwas geschieht, bevor es noch mehr Verletzte oder Tote gibt.

Randolf Vastmans

"Das Erleuchten der dritten Bremsleuchte oder die automatische Aktivierung der Warnblinkanlage könnte so manchen Dooring Unfall verhindern", ist sich der Erfinder sicher. An exakt dieser Stelle fuhr erst vor ein paar Tagen eine Radfahrerin in eine sich plötzlich öffnende Autotür und verletzte sich schwer
Das Patent auf seine Idee hat Zülfikar Celik seit etwa zehn Jahren. Es ist nicht sein einziges
Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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