Ein ganz besonderer Ort für die Trauer
Erinnerungsbaum für den Kurpark Xanten

Metallkünstler und Trauerbegleiter Martin Blankenhagen mit dem Erinnerungsbaum. 
Foto: Malteser am Niederrhein
  • Metallkünstler und Trauerbegleiter Martin Blankenhagen mit dem Erinnerungsbaum.
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Xanten. Der ambulante Hospizdienst der Malteser am Niederrhein hatte die Idee, mit trauernden Kindern und Jugendlichen eine Trauerskulptur zu erschaffen und diese in den öffentlichen Raum zu stellen. „Sterben, Tod und Trauer sind immer noch Randthemen und gehören doch mitten in die Gesellschaft.“, so Martina Zimmer, Koordinatorin und Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin.“ „So sind wir froh, dass uns der Xantener Bürgermeister einen Platz im Kurpark zur Verfügung gestellt hat.“
Seitdem zieren schon 20 Symbole der Erinnerung diesen Eichenstamm. Inzwischen haben auch einige Erwachsene ihre positiven Erinnerungen hineingearbeitet. „Allen Anfragen konnten wir leider nicht gerecht werden, der Baum hätte sonst anstelle 2 glatt 20 Meter hoch sein müssen“, resümiert Anne Schlaghecken, neue Mitarbeiterin des Dienstes.
Die Ursprungsidee kam vom Metallkünstler und Trauerbegleiter Martin Blankenhagen aus Hessen. Er hat rituelle Trauerskulpturen in Neu- Isenburg in den öffentlichen Raum gestellt. Etwas abgeändert ist nun der Erinnerungsbaum entstanden. Richard Kerkhoff, Ehrenamtlicher des Hospizdienstes und Tischlermeister,stellte seine Werkstatt und seine Zeit zur Verfügung. So konnten viele Interessierte mit einer Trauerbegleiterin der Malteser ein Symbol finden und beim Hineinschnitzen selbst Künstler sein. Im kreativen Arbeiten sind andere Ausdrucksformen möglich, Situationen und Gefühle konnten anders benannt werden und neue Ideen entstehen. Das Arbeiten daran hat bei den Trauernden viele schöne Erinnerungen wach gerufen, Kraft und auch Zuversicht gegeben, der Tod beendet das Leben, die Beziehung bleibt“, so Zimmer.
Als Projektpate konnte Martin Blankenhagen gewonnen werden, der sehr gerne der Anfrage nachkam, einen Freundschaftskreis an die Spitze zu schnitzen- als Symbol der Verbundenheit über den Tod hinaus. Zur Kurparkeröffnung am 25. Mai wird der Erinnerungsbaum im Bibelgarten aufgestellt sein. An diesem Tag sind auch die Malteser dort und stellen den Erinnerungsbaum vor.

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