Ein Interview mit dem "Deutschen Meister im Bodybuilding"
Lucas Alexander Guido aus Xanten

Foto: Fitnessarena Xanten
3Bilder

allgemeine Angaben zur Person des Sportlers:

Lucas Alexander Guido
26 Jahr alt
in Xanten wohnhaft
1,66m - Bühnengewicht 79,9Kg
Klassifizierung auf den Wettkämpfen Männer Bodybuilding 2 - bis 80Kg
Aktiver Bodybuilder seit 2014

1. Was genau versteht man unter Bodybuilding?

metaphorisch:

Ein Bildhauer, der versucht das Bildnis seines Körpers in perfekter Ästhetik in Stein zu meißeln, befindet sich am Werk.

Nachdem man Stärken und Schwächen seines Körpers analysiert hat, d.h. deutlich und weniger deutlich ausgeprägte Muskelgruppen an seinem Körper ausgemacht hat, gibt es etliche sehr anstrengende Trainingseinheiten, die darauf abzielen, dass der Körper so effizient wie möglich Muskeln aufbauen kann. Eine perfekte kontinuierliche Ernährung, die die Aufnahme von Makro- und Mikronährstoffen zu optimalen Tageszeiten impliziert, ist eine sehr wichtige Voraussetzung für den Erfolg.
Diese Parameter erfüllt der Bodybuilder über Monate, gar Jahre und nähert sich auf diese Weise immer mehr der Statue, die er sich als „Bildhauer seiner selbst“ mithilfe seiner Vorstellungskraft immer wieder aufs Neue ausmalt.

2. Wie bist du zu dieser Sportart gekommen, und seit wie viel Jahren übst du sie aus?

Ich habe mit 16 mit dem Kraftsport angefangen, weil die meisten meiner eher älteren Freunde in ein Fitnessstudio gingen. Ich wollte dann nicht der einzige auf dem Skateplatz sein und begab mich also auch ins Fitnessstudio - damals noch ins Olymp. Nach ca. zwei Jahren wechselte ich dann zur Fitnessarena Xanten und begann ab 2014 aktiv an Bodybuilding-Wettkämpfen teilzunehmen.
Neben etlichen Studios am Niederrhein und im Ruhrpott, in denen ich regelmäßig trainiere, ist die Fitnessarena Xanten mein „HomeGym“, in die ich am liebsten fahre, um mich zu verausgaben.
Nebenbei studiere ich Sportökonomie und arbeite sogar auf Teilzeit in der Fitnessarena Xanten. Diese könnte ich schon mein zweites Zuhause nennen :-) !
Aufgrund meines Erfolges und durch mittlerweile 10000 Follower bei Instagram konnte ich ein sehr gut wachsendes Kleingewerbe aufbauen, bei dem ich als Coach/Personal Trainer fungiere und angehende oder bereits erfolgreiche Bodybuilder auf Wettkämpfe vorbereite ODER den unzufriedenen „Ottonormalverbraucher“ zu ihrem gewünschten körperlichen Ziel verhelfe.
Als Coach steuere ich die entscheidenden Parameter zur Formung eines optimalen Körpers, d.h. ich lege Training, Ernährung und Supplementierung fest.
Meine Zielgruppen sind:

• Frauen die einfach abnehmen wollen und quasi mehr „in shape“ kommen wollen
• junge bis mittelalte Leute, die einfach körperlich besser aussehen wollen
• junge bis mittelalte Menschen, die erfolgreiche Wettkampfathleten sind oder es mal werden wollen

3. Wie oft und wo trainierst du?

Ich trainiere in der Wettkampfsaison fünf bis sieben Mal pro Woche für jeweils ca. zwei Stunden.
Zusätzlich kommen noch 30-60 Minuten Cardiotraining (Schwimmen, Radfahren und Joggen gehören zu dieser Trainingsart) am Tag.
In der Aufbauphase trainiere ich eher fünf Mal für die gleiche Zeitdauer wöchentlich und setze das Cardiopensum auch runter.

4. Welche sind deine größten Titel?

• JuniorenEuropameisterschaft 4. Platz
• LoadedCup 2016 (europaweiter renommierter Wettkampf) 1. Platz in der Juniorenklasse
• Süddeutscher Meister 2018
• vierfacher NRW-Landesmeister
• Internationaler Deutscher Meister 2019

5. Was hast du alles Tolles bei der Deutschen Meisterschaft erlebt, und welche Ziele hast du dir für die nächsten Jahre gesteckt?

Die deutsche Meisterschaft war der finale Gipfel meiner diesjährigen Herbst-Wettkampfsaison, nachdem ich zunächst bei der süddeutschen Meisterschaft gestartet bin und ich mich zwei Wochen vor der internationalen Deutschen Meisterschaft auf der NRW-Meisterschaft für eben diese durch einen 1. Platz in meiner Klasse qualifiziert habe.
Die deutsche Meisterschaft begann dann am Freitag, dem 29. November, abends mit dem Einwiegen und endete am Samstagabend mit der Verleihung des Titels „Deutscher Meister“. Vor dem Wettkampf lässt der Sportler absolute Ruhe walten und nimmt nur noch wenige gezielte Lebensmittel zu sich, um seinem schon sehr definierten Körper nochmal den Feinschliff zu geben. 36 Stunden vor dem Wettkampf stellt der Athlet das Trinken ein, um so „trocken“ wie möglich für den Wettkampf zu sein.
Während der Meisterschaftskämpfe war Christian Drost, einer meiner besten Freunde und mein größter Unterstützer, mein ständiger Begleiter. Er ist einer meiner ewigen Wegbegleiter und auch ein sehr erfolgreicher Wettkampfathlet. Zudem fungiert er als eine Art Coach für mich. Des Weiteren hielten mir weiter gute Freunde wie Isa El Zein und Pierre den Rücken frei. Besonders froh war ich über das Zuschauen meiner Mama & meiner zarten Freundin :-) !
In dieser Saison war Artur Polutranko mein größter Konkurrent. Zunächst schlug er mich knapp auf der süddeutschen Meisterschaft, jedoch revanchierte ich mich sechs Wochen später dann mit einer besseren Form auf der internationalen deutschen Meisterschaft und stand vor ihm auf dem ersten Platz 1!

Der deutsche Meistertitel ist bisher meine größte Errungenschaft. Mit diesem Titel im Rücken werde ich in Zukunft internationale Wettkämpfe bestreiten, auf denen ich das Ziel haben werde früher oder später den ProfiStatus zu erlangen, um dann wiederum bei den Profis international mitmischen zu dürfen.

Und hier noch meine Antwort auf deine Frage nach Preisen: Bei Bodybuilding-Wettkämpfen werden zunächst nur Sachpreise, ein Pokal und eine Urkunde vergeben.

Autor:

Hildegard van Hueuet aus Xanten

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