Kritische Töne beim Erntedankfest der Kreisbauernschaft im Xantener Rathaus
„Man redet nicht mehr mit uns, sondern über uns“

Die Redner des Abends. Von links: Johannes Leuchtenberg,  Franz-Josef Fell, Jessica Krebbing, Dr. Ansgar Müller, Thomas Görtz, Pfarrer Hans-Joachim Wefers, Kaplan Christoph Potowski und Waltraud Krüger
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Empfang im Xantener Rathaus

Düngeverordnung, Mercosur Abkommen und und und. Dies und einiges mehr kam am Dienstag beim Erntedank Empfang der Kreisbauernschaft im Xantener Rathaus zur Sprache.
In seiner Begrüßungsrede bedauerte Franz-Josef Fell, Ortsvorsitzender der Xantener Bauernschaft, die aktuelle politische Entwicklung in Bezug auf die Landwirtschaft. „Hier wird ein gesamter Berufsstand in Misskredit gebracht, um von Missständen abzulenken“.
Bürgermeister Thomas Görtz erinnerte in seinem Teil der Begrüßung daran, dass die Menschen ihr täglich Brot der Landwirtschaft zu verdanken haben und fordert, „Redet mit den Menschen, die für unser Land wichtig sind“. Als bedrohlich empfindet er auch die immer größer werdende Immunität der Beiträge in den sozialen Medien, in denen von Menschen, die sich hinter irgendwelchen Phantasienamen verstecken, Stimmung gegen bestimmte Gruppen gemacht wird. „Sie hingegen“, betonte er, an die Anwesenden gewandt, „haben mit den Protestaktionen vom gestrigen Montag gezeigt, dass Sie zu dem, was Sie tun, stehen und keinen Grund haben, sich zu verstecken“.
Auch die nachfolgenden Rednerinnen und Redner, wie Landrat Dr. Ansgar Müller, die Vorsitzende des Rheinischen Landfrauenverbandes im Kreis Wesel, Waltraud Krüger, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, Johannes Leuchtenberg sowie die 23jährige Vertreterin der Junglandwirte, Jessica Krebbing, die im Jahr 2018 die Region als Rheinische Kartoffelkönigin vertreten durfte, bedauerten die aktuelle Entwicklung, wobei sich einige von ihnen die Frage stellten, „Werden die Landwirte überhaupt noch gewünscht oder zielt alles daraufhin, den Bedarf aus Billigimporten zu befriedigen?“
Allgemein verurteilen die Landwirte die „Hauruck Entscheidungen“ der Bundesregierung, ohne mit ihnen als den Fachleuten, die seit Jahrhunderten in und mit der Natur arbeiten und leben, zu reden.
Alle seien sich einig, dass etwas geschehen muss, aber auch, dass das nicht alles von heute auf morgen möglich sei und Zeit brauche.
So fasste Landrat Ansgar Müller zusammen, „Auch im Umweltschutz brauchen wir das Wissen und das Herz der Landwirte“.
Kaplan Christoph Potowski und Pfarrer Hans-Joachim Wefers erinnerten an die Bedeutung des Erntedankfestes und betonten, dass Danken auch mit Denken zu tun hat, nämlich daran zu denken, was die Natur uns beschert und ein Bewusstsein dafür zu erlangen, das vielen Menschen heute abhanden gekommen zu sein scheint.
Für den musikalischen Rahmen sorgten die Bläser der BBB Band aus Sonsbeck.

Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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