Neues Alterstraumatologisches Zentrum am Sankt Josef-Hospital
Warum die Reha gleich nach der OP beginnen sollte

Nicola Hübers (Qualitäts- und Risikomanagementbeauftragte), Michael Derksen (Geschäftsführer), Dr. med. Olaf Nosseir (Ärztlicher Direktor, Chefarzt Chirurgie), Dr. med. Martin Haas (Chefarzt Geriatrie).
  • Nicola Hübers (Qualitäts- und Risikomanagementbeauftragte), Michael Derksen (Geschäftsführer), Dr. med. Olaf Nosseir (Ärztlicher Direktor, Chefarzt Chirurgie), Dr. med. Martin Haas (Chefarzt Geriatrie).
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Durch die strukturierte Zusammenarbeit von Geriatrie und Unfallchirurgie wird eine deutlich bessere Behandlung von älteren Patientinnen und Patienten möglich, die Knochenbrüche erlitten haben. Im neuen Alterstraumatologischen Zentrum arbeiten die beiden Abteilungen perfekt zum Wohle des Patienten zusammen.

Der demografische Wandel fordert neue Ideen in der medizinischen Versorgung. Anders als bei jungen Menschen gibt es bei älteren Patienten besondere Risiken und Gefahren, wenn diese sich Frakturen oder andere akut zu behandelnde Verletzungen zuziehen. Ältere Menschen haben häufig mehrere Vorerkrankungen und leiden unter altersbedingten Einschränkungen wie Herabsetzung der körperlichen Belastbarkeit, Sturzneigung, Demenz und Schwindel. Das macht sie besonders für Komplikationen und Folgeerkrankungen anfällig, z.B. akuter Verwirrtheitszustand (Delir) nach Operationen, Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, Infektionen.

Um dieser besonderen Situation älterer Menschen gerecht zu werden und die genannten Komplikationen auf ein Minimum zu reduzieren, arbeiten die Abteilungen Unfallchirurgie und Geriatrie im Alterstraumatologischen Zentrum ab dem Einweisungstag des Patienten eng zusammen. Schon am ersten Tag seines Aufenthaltes wird der betroffene Patient ganzheitlich in allen Phasen seiner Erkrankung sowohl unter unfallchirurgischen als auch unter altersmedizinischen (geriatrischen) Aspekten behandelt. Beide Fachbereiche arbeiten eng verzahnt zusammen – in medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Aspekten.

Dank der Fortschritte der Unfallchirurgie können Knochenbrüche auch beim älteren Menschen inzwischen mit gutem Erfolg operativ geheilt werden. Oft können frisch operierte Frakturen oder neu eingesetzte Gelenke bereits kurz nach der Operation wieder belastet werden. Voraussetzung für einen bleibenden Erfolg ist gerade beim älteren Menschen aber, dass die anschließende Mobilisation und Rehabilitation rasch und frühzeitig unter Berücksichtigung alterstypischer Aspekte erfolgt. Dem dient auch die Integration von Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychologie und Sozialdienst in ein strukturiertes und interdisziplinäres Behandlungskonzept. Gemeinsames Ziel ist es, dass der Patient nach einer Verletzung seine alte Leistungsfähigkeit wiedererlangt, danach möglichst in die gewohnte Umgebung zurückkehrt und Pflegebedürftigkeit vermieden wird.

Die involvierten Fachbereiche, Unfallchirurgie und Geriatrie sind schon seit Jahren qualitätszertifiziert, aber das ATZ hat jetzt ein eigenes Zertifikat erhalten. Es reicht eben nicht, wenn zwei sehr gute Abteilungen einzeln geprüft werden. Auch die effektive Zusammenarbeit beider wird bewertet und muss jährlich wieder neu belegt werden, um das Zertifikat „Alterstraumatologisches Zentrum“ behalten zu dürfen. Die Chefärzte der beiden Bereiche Dr. Olaf Nosseir und Dr. Martin Haas wollen gemeinsam mit Ihren Teams auch in Zukunft dafür sorgen, dass ihre Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten optimal funktioniert.

Autor:

Lokalkompass Kreis Wesel aus Wesel

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