Kunst im Verkehr - Kreiselkunst - "Bataverkreisel" in Xanten

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Grün, sinn-und zweckvoll
Ein Kreisverkehr ist bekanntlich primär eine Verkehrseinrichtung, um den Straßenverkehr möglichst fließend und unfallfrei zu gestalten. In den letzten Jahren wurden diese nicht überfahrbaren und für Fußgänger nicht begehbaren Mittelinseln vermehrt genutzt, um dort „Kunst“ zu installieren. Diese „ Kreiselkunst „ mag sicherlich gut gedacht sein. Andererseits kollidiert sie immer wieder mit dem in der Straßenverkehrsordnung verankerten, vorrangigen Prinzip der Verkehrssicherheit. Dies umso mehr je anspruchsvoller, intellektueller sowie
zum Nachdenken und Interpretieren anregender sich das „Kreiselkunstobjekt“ dem Verkehrsteilnehmer darstellt. In Kunstmuseen oder Galerien wird diese gedankliche Auseinandersetzung u. a. durch Sitzmöglichkeiten, dem Verweilen vor dem Kunstwerk unterstützt. In einem Kreisverkehr ist diese Aufmerksamkeit eher unfallträchtig und somit kontraproduktiv zu dem ursprünglichen Sinn und Zweck. Sicherlich ist es löblich, dass sich, wie hier, die Bürger über die Möblierung des Kreisverkehrs „Bataverkreisel“ mit vielerlei Vorschlägen einbringen sollen. Die Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU hat hierfür immerhin 10.000,00 Euro ausgelobt! Doch zu unterstützen ist eher Vorschlag der FBI, diesen Kreisel, wenn überhaupt, gärtnerisch zu gestalten. Denkbar wäre auch, den Namen „Xanten“ auf der begrünten Schrägfläche zu pflanzen, wie „Wardt“ am dortigen Ortseingang. Das erfreut das Auge des Verkehrsteilnehmers, lenkt nicht vom Verkehrsgeschehen ab und ist daher sinnvoll und zweckmäßig. Nebenbei bemerkt, hat die örtlich und sachlich zuständige Straßenbauverwaltung (Straßen NRW), wie sie auf Anfrage u. a. mitteilt, „keinerlei Interesse an evtl. ästhetischen Veränderungen des Straßenraumes,...“! Daher beteiligt sie sich nicht an den (Folge-) KostenAuch ich meine, dass die Verkehrssicherheit oberste Priorität haben sollte. Der ausgelobte Betrag könnte sicherlich für wichtigere, durchaus kulturelle Anliegen in Xanten ausgegeben werden, wie Musikschule, Bücherei oder Jugendarbeit in Vereinen. Oder, was meinen Sie?
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Ingrid Kühne aus Xanten | 21.09.2011 | 09:43  
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