JC 66 Frauen stehen vor Bundesligaauftakt

10. Mai 2014
14:00 Uhr
Sporthalle Berufsschule, 46236 Bottrop
Auf den aktiven Einsatz von Julia Rotthoff muss der JC 66 Bottrop verletzungsbedingt verzichten. | Foto: Michael Kaprol/Archiv
  • Auf den aktiven Einsatz von Julia Rotthoff muss der JC 66 Bottrop verletzungsbedingt verzichten.
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Für die Bundesliga-Frauen des JC 66 Bottrop beginnt am Samstag, 10. Mai, die neue Saison – und zwar direkt mit einem NRW-Derby. Zu Gast ist ab 14 Uhr in der Sporthalle der Berufsschule der 1. JC Mönchengladbach.

Im vergangenen Jahr schrammten die Bottroperinnen bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft knapp an einer Medaille vorbei und mussten sich am Ende mit dem fünften Rang zufrieden geben. Nun soll ein neuer Anlauf gestartet werden. "Das Saisonziel lautet wieder Finalrunde", sagt Trainer Christoph Paris. Auf dem Weg dorthin werden dem JC-Team allerdings einige Neuerungen begegnen. Der Deutsche Judo-Bund hat die Eliteliga der Frauen komplett reformiert. Statt der bisherigen umfangreichen Kampftage, an denen direkt drei Teams in jeweils sieben Kämpfen gegeneinander antraten, wurde der Modus nun an die Männer-Liga angepasst.

Heißt, pro Kampftag treffen zwei Vereine aufeinander und bestreiten zwei Durchgänge mit jeweils sieben Kämpfen gegeneinander. Eher ein Vorteil oder eher ein Nachteil? "Weder noch", sagt Christoph Paris, "der Kampftag selbst wird entlastender, da man sich auf nur einen Gegner einstellen muss." Allerdings verlangt der neue Modus zwei sogenannte Pflichtwechsel, was bedeutet: Im zweiten Durchgang müssen zwei Kämpferinnen auf der Matte stehen, die im ersten Durchgang noch nicht eingesetzt worden sind. Eine Mannschaft muss also über mindestens neun Judoka verfügen. "Um dann auch taktieren zu können, ist ein Kader von zehn bis zwölf Frauen notwendig", erklärt Christoph Paris.

Deutsche U21-Meisterin Maike Riehl neu im Kader

Erster Gegner für die JC-Piratinnen im neuen Modus ist der 1. JC Mönchengladbach. Beim letzten Aufeinandertreffen siegte Bottrop mit 5:2. Allerdings gelten die Gladbacherinnen wiederholt als heißer Anwärter auf den Titel in der Nordgruppe. "Sie sind nicht zu unterschätzen", so der Bottroper Trainer. Zumal hat der 1. JC seinen Kader mit einigen Ausländerinnen, darunter auch die ehemalige JC 66-Kämpferin Karolina Pienkowska, erweitert. Ob alle Top-Akteurinnen allerdings auch in Bottrop über die Waage gehen werden, ist ungewiss. Denn neben der Bundesliga stehen auch internationale Einsätze auf dem Plan. "Es kann eine knappe Kiste werden, muss es aber nicht", sagt Paris. Verzichten muss er im Übrigen zum Auftakt auf Julia Rotthoff und Hannah Karrasch. Beide Kämpferinnen plagten sich zuletzt mit Verletzungen herum und sich noch nicht wieder fit.

In die Saison starten die Bottroperinnen mit einem ähnlichen Kader wie im letzten Jahr. Neu hinzugekommen ist in der Gewichtsklasse -48 kg Maike Riehl. Die 17-Jährige ist beim JC Hennef beheimatet und gewann im März den Titel bei den Deutschen U21-Meisterschaften. Außerdem verpflichtete der Klub Eva Jungbluth (-48 kg) und Lara Friedrich (-63 kg), die jedoch erstmal in der Regionalliga eingesetzt werden sollen. Neben der Polin Pienkowska hat außerdem die Niederländerin Kim Polling Bottrop in Richtung JSV Speyer verlassen.

Die Bundesliga Gruppe Nord, zu der auch der JC 66 gehört, startet mit nur fünf Teams in die Saison und damit mit einer Mannschaft weniger als die Südgruppe. Folglich wird es in der Nordgruppe in diesem Jahr keinen Absteiger geben.

Autor:

Nina Heithausen aus Bottrop

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