Arbeits- und Menschenrechte in der Textilindustrie

Wann? 27.11.2013 18:30 Uhr bis 27.11.2013 21:00 Uhr

Wo? Haus Ennepetal, Gasstraße 10, 58256 Ennepetal DE
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(Foto: Quelle: bpb.de)
Ennepetal: Haus Ennepetal | Quelle: Umweltamt Ennepetal

Kleidung hat eine unglaubliche Reise hinter sich, bevor sie unsere Geschäfte erreicht. Die Baumwolle wurde vielleicht in Usbekistan geerntet, der Faden in Japan gesponnen, gewebt wurde der Stoff in Taiwan, zum Färben reiste er nach Indien und in Bangladesh wurde daraus schließlich ein Kleidungsstück. Frauen aus der Türkei nähten die Reißverschlüsse ein und versahen das Kleidungsstück mit Etiketten. Eine Reise von mehreren tausend Kilometern.

Mittlerweile werden 90 % unserer Kleidung im Ausland gefertigt. Die Suche nach immer billigeren Standorten führt weltweit zu katastrophalen Arbeitsbedingungen.


In sog. Weltmarktfabriken arbeiten mittelamerikanische, asiatische und osteuropäische Frauen und Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Niedriglöhne, prekäre Beschäftigungsformen, Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit (z. B. Gründung von Betriebsräten) und sexuelle Übergriffe prägen Teile der globalen Bekleidungs- und Sportartikelindustrie.

Arbeitsrechtsverletzungen und Missstände sowie deren Vertuschung sind gängige Praxis in den weltweit tätigen Zulieferfirmen und werden von Abnehmerfirmen bis heute immer wieder geleugnet. So reicht beispielsweise der Lohn der Näherinnen in China oder Bangladesch kaum, um den Lebensunterhalt zu sichern. Markenfirmen, Discounter und Handelshäuser übernehmen nicht konsequent Verantwortung für die oft menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen.

Inzwischen gibt es jedoch immer mehr Initiativen, die auf die Umsetzung von Sozialstandards und verbesserte Arbeitsbedingungen drängen.

Der Vortrag von Claudia Pempelforth, Regionalkoordinatorin für entwicklungspolitische Bildung in Hagen, EN, MK und dem Hochsauerland, beleuchtet die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und erläutert verschiedene Gesetzesinitiativen und Kampagnen, die eine Einhaltung international gültiger Menschen- und Arbeitsrechte in der Textilindustrie fordern.

Frau Pempelforth wird einige Beispiele für fair gehandelte Kleidung mitbringen. Ferner ist der Weltladen Ennepetal ebenfalls mit einem kleinen Sortiment fair gehandelter Waren vertreten, die auch käuflich erworben werden können.

Termin: Mittwoch, den 27.November 2013, 18.30 Uhr, Eintritt frei

Ort: Stadtbücherei, Haus Ennepetal, Gasstraße 10

Referentin: Claudia Pempelforth, Regionalkoordinatorin für entwicklungspolitische Bildung in Hagen, EN, MK und dem Hochsauerland

Veranstalter: Stadt Ennepetal – Fachbereich 2/61 – Sachgebiet Umweltschutz
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