Filmvortrag und Diskussion: Klimaschutz in der Energieversorgung — aber wie?

Wann? 14.10.2013 19:00 Uhr

Wo? Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße, 45128 Essen DE
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Essen: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) | In welchem Verhältnis stehen Demokratie und Wirtschaft? Wie funktionieren Entscheidungsprozesse, wenn es um Großprojekte geht? Und können wir das Problem des Klimawandels überhaupt technologisch in den Griff kriegen? Dies sind die zentralen Fragen, denen die Kultur-
anthropologin und Regisseurin Johanna Ickert in ihrem Dokumentarfilm „Energieland“ nachgeht. Er zeigt Akteure eines Konflikts, der sich in Brandenburg um das vom Energieunternehmen Vattenfall geplante und schließlich gescheiterte CCS-Demonstrationsprojekt entwickelte. CCS (Carbon Capture and Storage) ist eine umstrittene und noch in ihrer Entwicklung befindliche Technologie der Abtrennung von CO2 aus Emissionen - in diesem Falle aus Braunkohlekraftwerken - und deren langfristiger unterirdischer Speicherung.

In diesem Zusammenhang werden im Gespräch mit der Regisseurin die Themen Bürgerinitiativen, Unternehmen und der Konflikt der Filmemacherin mit der CCS-Technologie diskutiert.

Anhand ausgewählter Filmauszüge lenkt diese Veranstaltung, die im Rahmen der KWI-Forschungsschwerpunkte KlimaKultur und PartizipationsKultur stattfindet, den Blick darauf, wie sich Bürger mit ihrem Protest in diesen komplexen Energiekonflikt einbringen und damit sowohl auf die Entwicklung der CCS-Technologie als auch auf die Energiewende Einfluss nehmen. Darüber hinaus gilt das Interesse dieser Veranstaltung aber auch der Rolle des Energieunternehmens und der Landespolitik, sowie deren Verhältnis zu diesem Protest. Und letztlich geht es um den Dokumentarfilm selbst, der zu einem Element in diesem Konflikt geworden ist und somit einige Probleme des Beobachtens und Beforschens derartiger Kontroversen veranschaulichen kann.

Referentin:
Johanna Ickert ist Anthropologin und Regisseurin. Ihr Film „Energieland“ ist eine Produktion der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg in Kooperation mit dem Unternehmen Vattenfall AG.
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