Waldorfschule zeigt "Der Revisor" von Gogol

Wann? 28.04.2016 19:30 Uhr

Wo? Freie Waldorfschule Gladbeck, Horster Str. 82, 45968 Gladbeck DE
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Gladbeck: Freie Waldorfschule Gladbeck | Die 8. Klasse der Freien Waldorfschule Gladbeck hat sich für den Abschluss der Mittelstufe die Verwechslungskomödie "Der Revisor" von Nikolaj Gogol ausgesucht. Aufführungen finden am Mittwoch, den 27.4.2016 und Donnerstag, 28.4.2016, um 19:30 Uhr im Festsaal der FWS Gladbeck, Horster Straße 82 statt. Der Eintritt ist frei.
Seit 4 Wochen sind die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse gemeinsam mit Ihrer Lehrerin Gisela Sieke, die die Regie übernommen hat, ausschließlich mit Ihrem Schauspiel beschäftigt.
Nachdem man Anfang des Jahres im Zuge des Deutschunterrichtes mehrere Stücke bearbeitet hatte, war für die Achtklässler die Entscheidung klar: Ihr fast einstimmig gewähltes Stück sollte "Der Revisor" von Gogol sein. Damit konnte und wollte man sich identifizieren. Es bot genügend Figuren an für die 36 Schüler große Klasse und trug viel Witz und Charme in sich. Bald waren die Rollen verteilt, darunter auch,was eher selten vorkommt, viele herausragende männliche Darsteller. In den Wochen darauf wurde fleißig der Text gelernt, was für den einen aufgrund der Kürze eher schnell zu erledigen war, von manch einem der Schauspieler jedoch Höchstleistungen abverlangte.
Nun, in der 4-wöchigen Intensivphase, tragen die Anstrengungen der Vorbereitungen ihre ersten Früchte. Das Proben ist nicht immer leicht, schmiedet die Klasse aber eng zusammen. Gemeinsam ein großes Ziel verfolgen, ist das Wichtigste. Es herrscht beste Stimmung bei den 14-jährigen Schauspielern. Noch wird an der Inszenierung gefeilt, aber mit jedem Probentag sehen die jungen Menschen, wie ihr Stück mehr und mehr zu dem wird, was man sich vorgestellt hat.
Zum Inhalt: In einer russischen Kleinstadt geraten die hohen Herren in Aufruhr, ein staatlicher Kontrolleur, ein "Revisor", soll die Stadt inkognito aufsuchen. Vielleicht ist er sogar schon da. Jeder der hohen Herren hat Dreck am Stecken, staatliche Gelder wurden veruntreut, Bestechungsgelder sind geflossen, den Ärmsten der Stadt ist man mit Willkür begegnet. Also ist guter Rat teuer. Vielleicht ließe sich die Angelegenheit der unangenehmen Überprüfung einzig nach dem altbewährten Rezept:"Eine Hand wäscht die andere" mildern. Am Ende kommt aber alles anders, als gedacht.....
Gogol selbst hat 1835 ein Nachspiel verfasst, um seine Intentionen zu diesem Stück darzulegen. Zitate daraus besagen:
"Sehen sie sich die Stadt, die in dem Stück dargestellt wird, doch einmal genau an. Alle werden sich einig sein, dass es eine solche Stadt in ganz Russland nicht gibt.....Was aber nun, wenn dies unsere seelische Stadt ist, und sie sich in jedem von uns befindet? Nein, betrachten wir uns nicht mit den Augen eines irdischen Menschen, .....denn es ist kein irdischer Mensch, der über uns richten wird......"
Gisela Sieke(Klassenlehrerin der 8.Klasse)
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