„Die Zeit ist reif für einen Dorfladen in Grieth“

Wann? 11.01.2015 16:00 Uhr

Wo? Bürgerhalle Grieth, Kirchhofstraße 3, 47546 Kalkar DE
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In diesem Gebäude am Marktplatz soll der Dorfladen entstehen. (Foto: Klaus Schürmanns)
Kalkar: Bürgerhalle Grieth |

Die Dorfladeninitiative Grieth lädt, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, am 11. Januar 2014 ab 16.00 Uhr, zur Gründungsveranstaltung in die Bürgerhalle Grieth ein.

Birgit Mosler und Christian Reintjes haben es eilig. Sie sind im Begriff sich mit ihrem Planungsteam in den vorgesehenen Räumlichkeiten für den zukünftigen Griether Dorfladen zu treffen, um letzte Details für das Raumkonzept zu besprechen. Danach müssen noch Einladungsschreiben an alle Haushalte des Ortes gedruckt werden.

„Wir sind mitten in der heißen Phase der Projektvorbereitung, da gibt es vieles gleichzeitig zu tun. Wir wollen am Sonntag unseren Mitbürgern ein durchdachtes Gesamtkonzept für den Dorfladen präsentieren und keine Luftschlösser.“, sagt das Tandem, welches das Dorfladenprojekt maßgeblich mit aus der Taufe gehoben hat und schnell begeisterte Mitstreiter unter den Mitbürgern fand. Beide sind seit vielen Jahren überzeugte Griether. Frau Mosler ist daneben auch Projektkoordinatorin des Hochschulprojektes „Smart Villages“. Christian Reintjes ist nicht nur als kompetenter Kaufmann, sondern auch als engagierter Familienvater, an der Zukunftsfähigkeit und Attraktivität des Ortes interessiert. Es ist einfach naheliegend, sich für die Dorfladenidee zu begeistern, wobei Frau Mosler Wert darauf legt, dass es sich beim Dorfladen nicht um ein Projekt der Hochschule, sondern um eine Initiative der Bürgerinnen und Bürger des Ortes handelt. Im Rahmen von Befragungen habe man die fehlende Nahversorgung als gravierendsten strukturellen Nachteil des idyllischen Teilortes von Kalkar auch empirisch belegt.
„Wir freuen uns als Projektteam natürlich sehr auf Sonntag und hoffen auf rege Teilnahme und eine große Bereitschaft, sich nun auch praktisch und aktiv, in die Gründung des Dorfladens einzubringen. Jetzt muss sich der bisherige Zuspruch zum Projekt in der Praxis beweisen, dann kann es mit den Vorbereitungen für die Eröffnung richtig losgehen“, freut sie sich. Einbringen könne sich für das Projekt jeder interessierte Bürger auf vielfältige Weise, beispielsweise durch die Mithilfe bei anstehenden Renovierungs- und Einrichtungsarbeiten. Vor allem gehe es am Sonntag aber um die Bereitschaft, sich finanziell durch den Erwerb von Anteilsscheinen in die Genossenschaft einzubringen, da dieses Grundkapital die unverzichtbare Voraussetzung für die Gründung ist.

Christian Reintjes, der seit 2001 in Grieth lebt, ergänzt: „Ohne das notwendige Anfangskapital geht es einfach nicht, das müssen wir als Bürgerinnen und Bürger selbst aufbringen. Erst in einem zweiten Schritt haben wir dann auch eine realistische Chance auf öffentliche Mittel und Sponsorengelder“, stellt er klar. Die Teilhaber bekommen im Gegenzug für ihr Engagement echte Gegenleistungen: eine Nahversorgung vor Ort, einen weiteren sozialen- und kulturellen Treffpunkt. Außerdem besitzen alle Anteilseigner Mitsprache- und Mitentscheidungsrechte.
„Ein Dorfladen ist ein Stück weit der ‚eigene‘ Laden, das ist ein anderes Einkaufserlebnis, als wenn man zum Supermarkt in die nächste Stadt fährt“. Zuversichtlich stimmt hierbei, dass beinahe 80% der Haushalte in großen Befragungen, im letzten Jahr, ihre Bereitschaft zur Zeichnung eines oder mehrerer Anteilsscheine erklärt haben.

Inzwischen hat sich Ingmar Kerkhoff dazu gesellt. Der Berufssoldat lebt erst seit gut einem Jahr mit seiner Familie in Grieth, war aber von der Idee eines Dorfladens sofort begeistert und brachte sich in die Planungen ein: „Es hat sich ein wirklich engagiertes Projektteam gefunden, das in den letzten Monaten bereits viel geleistet hat und natürlich nach wie vor für weitere Interessenten zur Mitarbeit offen steht. Wir haben ideale Räumlichkeiten für den Dorfladen gefunden, direkt am Marktplatz, in unmittelbarer Nähe des touristisch gut besuchten Rheinufers. Wir haben ein tragfähiges Konzept entwickelt, das wir bei ausreichender Anteilszeichnung sofort umsetzen können. Vor allem aber: Es gibt sehr viel Zuspruch für unser Projekt und sogar schon erste ungeduldige Nachfragen, wann es endlich losgeht. Durch die Auszeichnung Grieths zum „Gold-Dorf“ kommt uns auch eine erhöhte Aufmerksamkeit in der Region zu Gute, die wir nutzen wollen. Wir sind uns sicher, dass Grieth ein geeigneter Standort für einen Dorfladen mit integriertem Café ist. Und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür. Wir wollen Nägel mit Köpfen machen!“

Die hierbei zum Ausdruck gebrachte kooperative Haltung der Initiative zeigt ganz deutlich: diese Bürger suchen die Zusammenarbeit, den Schulterschluss mit bereits getätigten Initiativen, durch Vereine, privat vorangebrachte Aktivitäten, wie die Eröffnung einer Gaststätte oder die Elterninitiative für die Kinder des Ortes. Hier wird Gemeinschaft nicht nur gedacht, hier soll sie wachsen und aktiv gelebt werden…
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