Stimmungsvolles Oberhausen bei Nacht

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Große, ehemalige Klärbecken im Olga Park, stimmungsvoll beleuchtet. (Foto: Rainer Liebe)
 
Die Zeche Osterfeld „bei Nacht“, mithilfe von Langzeitbelichtungen in Szene gesetzt. (Foto: Rainer Liebe)
Stimmungsvoll, farbenfroh und aus einer ganz anderes Sicht präsentieren Rainer Liebe und Ralf Hallay Oberhausener Plätze, Gebäude und Sehenswürdigkeiten in ihrer aktuellen Ausstellung „MO.mentary Illusion“.

Ob die Rehbergbrücke, besser bekannt als „slinky springs to fame“, der Olga Park und seine industriellen Vermächtnisse, der Friedensplatz in der City oder der Kaisergarten mit seiner üppigen Vegetation: Alle Plätze erscheinen bei den einzigartigen Langzeitbelichtungsaufnahmen von Ralf Hallay und Rainer Liebe in einem eindrucksvollen, anderen Licht.
MO.mentary Illumination, was soviel bedeutet wie „vorübergehende Beleuchtung“ oder „Beleuchtung im Vorübergehen“, nennt sich die aktuelle Ausstellung der beiden Fotografen. Zu sehen ist sie im Technischen Rathaus in Sterkrade, Bahnhofstraße 66, noch bis zum 11. September, zu den üblichen Öffnungszeiten.
„Es wars vor gut drei Jahren, in 2011“, erinnert sich Rainer Liebe. „Im Rahmen einer Fotoexkursion in das Dartmooror mit Ralf Hallay und Roland Wiese wurde ich als Teilnehmer gebeten an einem Thema zu arbeiten.Meine Idee war schnell geboren. Anhand von Taschenlampen wollte ich nachts Objekte anleuchten.“

Objekte die tagsüber gewöhnlich aussehen, erscheinen nachts, bei Beleuchtung in einem neuen Lichtgewand

Aus dieser, doch eher einfachen Idee, entstand über die Zeit hinweg ein eindrucksvolles Fotoprojekt als Gemeinschaftsarbeit von Liebe und Hallay. „Ralf hat mir viele gute Tipps gegeben, als ich damit begann die ersten Fotos zu schießen“, freut sich Liebe. „Die gelangenen mir mit diesem Hintergrundwissen, zugegebener Maßen, schon recht gut.“
Kaum zurück in Oberhausen begann der begeisterte Fotograf diese Technologie weiter zu perfektionieren. Objekte die tagsüber gewöhnlich aussehen, man denke an die Zeche Osterfeld, den Kaiergarten, die Henkelmannbrücke im Knappenvierteil, das Bert-Brecht-Haus und viele andere, erscheinen nachts, bei Beleuchtung in einem neuem Lichtgewand.
„Es war die Idee geboren, Oberhausen in einem anderem Licht zu erstrahlen zu lassen. Dabei war es bei den Aufnahmen immer wieder interessant, die Geschichte des Objektes oder Platzes neu entdecken zu können“, erklärt Liebe.
Nachdem er seinen Kollegen, Ralf Hallay, für dieses Projekt begeistern konnte, mussten beide jedoch feststellen, dass sie den technischen Aufwand ihres geplanten Projektes erheblich unterschätzt hatten.

"Wir haben die Arbeit zunächst völlig unterschätzt" (Rainer Liebe)

„Zunächst mussten wir ja erstmal die passenden Locations finden, die man bei Tag aber vor allem bei Nacht perfekt in Szene setzen konnte“, erinnert sich Liebe.
Genauso wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die Wetterbedingungen. „Für die Aufnahmen waren wir oft zweieinhalbstunden am Set. Doppelbelichtung, Lightpainting oder steel wool photography geben den Fotos eine wirklich besondere Note. Anschließend mussten die gemachten Aufnahmen noch galeriegerecht aufbereitet werden. Es lag also jede Menge Arbeit vor uns, die uns aber soviel Spaß brachte, dass die insgesamt zweieinhalb Jahre, wie im Fluge vergingen.“ Dabei herausgekommen ist die Ausstellung mit dem Titel „Mo.mentary Illumination“. „Wir versuchen den Bertrachter mitzunehmen auf eine Fantasie- und Zeitreise von Oberhausen.“
Weitere Informationen zu beiden Fotografen und zur aktuellen Ausstellung lassen sich hieroder hier finden.
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