Benefiz-Lesung fürs Gemeindehaus

Wann? 25.08.2017 19:00 Uhr

Wo? Gemeindehaus Linderhausen, Gevelsberger Straße 80, 58332 Schwelm DE
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Burgschauspieler Hans-Dieter Knebel liest am 25. August „Händels Auferstehung“ aus den „Sternstunden der Menschheit“ von Stefan Zweig. (Foto: privat)
Schwelm: Gemeindehaus Linderhausen | Lesung mit Burgschauspieler Hans-Dieter Knebel

Der Förderverein Gemeindehaus Linderhausen lädt am Freitag, 25. August, zu einer Benefizveranstaltung in das Gemeindehaus Linderhausen, Gevelsberger Straße 80, ein. Es findet eine Lesung mit dem aus Schwelm stammenden Burgschauspieler Hans-Dieter Knebel statt. Er liest „Händels Auferstehung“ aus den „Sternstunden der Menschheit“ von Stefan Zweig.

Hans Dieter Knebel wuchs in Schwelm auf. Seine Eltern betrieben bis Ende der 60-ziger Jahre die Konditorei und Café Knebel gegenüber dem heutigen Kreishaus. HD Knebel machte sein Hobby, die Schauspielerei zum Beruf. Erste Auftritte gab es im späteren Evangelischen Amateurtheater Schwelm unter der Leitung von Egon Stedtfeld.
Stationen seines künstlerischen Schaffens: 1978 Schauspielhaus Bochum, 1979 – 1981 Mitglied des Wuppertaler Tanztheaters unter Pina Bausch, dann Rückkehr an das Schauspielhaus Bochum, das er später mit dem Regisseur Klaus Günter Peymann in Richtung Burgtheater Wien verließ. Seither ist er Ensemblemitglied des Burgtheaters Wien.
Auch in Film- und Fernsehproduktionen sowie in Hörspielen hat er mitgewirkt. Darüber hinaus ist er in Soloprogrammen mit Texten von Morgenstern, Ringelnatz, Kästner und Stefan Zweig zu hören.

Zweig: Humanistisch geprägter Weltbürger

Stefan Zweig, 1881 in Wien geboren, wurde während des 1. Weltkrieges zum Pazifisten. Er gehört mit seinen Werken in den Zeitraum der „modernen und neue Sachlichkeit“. Er war ein humanistisch geprägter Weltbürger und fühlte sich als Vermittler zwischen Menschen, Völkern und Kulturen. Wegbegleiter waren: Hugo von Hofmannsthal, Rilke, Thomas Mann, Schnitzler, Morgenstern und Wedekind.
Zweig lebte u.a. in Zürich, London, Salzburg und New York. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Frankreich, England, Italien, Schweden, Spanien, Kanada, Kuba, Mexiko, Amerika, Indien, Ceylon, China, Afrika. Am Ende dieser Periode bekannte er: „Ich bin so allmählich Europäer geworden!“ Seine Werke sind heute mehr denn je hoch aktuell.
1942 wählten er und seine Frau in Brasilien den Freitod.
Der Erlös der Veranstaltung ist für den Förderverein zur Erhaltung des Gemeindehauses bestimmt. Eintritt 8 Euro. Beginn ist um 19 Uhr. Im Anschluss an die Lesung gibt es Gelegenheit zu Gesprächen mit Hans-Dieter Knebel. 
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