KLASSISCHE MODERNE IM RUHRGEBIET - Neue Veranstaltungsreihe im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets

Wann? 16.11.2016 18:00 Uhr

Wo? Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17, 44789 Bochum DE
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Folkwang-Beginn: das Hagener Ernst-Osthaus-Museum (Bild: Thea Struchtemeier)
Bochum: Haus der Geschichte des Ruhrgebiets |

Die Jahrzehnte zwischen 1890 und 1930 gelten in der Kunst- und Kulturgeschichte als Epoche der Klassischen Moderne. In Kunst, Architektur und Musik entwickelten sich eine Vielfalt von Ausdrucksstilen, die das bisher Dagewesene revolutionierten. Der Ort der Klassischen Moderne waren die europäischen Metropolen.Das Ruhrgebiet erscheint in diesen Jahren dagegen als graue Industrieprovinz, ausschließlich gezeichnet durch Fabrikschornsteine und Fördertürme. Modern in der Region sind höchstens die industriellen Produktionsweisen.

Die Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets (SGR) beginnt unter dem Thema "Selbstbetrachtungen einer Region. Streifzüge durch die Klassische Moderne im Ruhrgebiet" eine neue Vortragsreihe. Die Vorträge im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets führen in die Geschichte kultureller Einrichtungen im Ruhrgebiet in den Jahrzehnten zwischen 1890 und 1930 ein, die in der Kulturgeschichte als Klassische Moderne bezeichnet werden.

Kulturell zurückgeblieben?

Die Reihe wird dieses Bild von der kulturell zurückgebliebenen Industrieprovinz hinterfragen. Sie wird zeigen, dass es in der Region durchaus Kunstwerke und kulturelle Einrichtungen gab, die schon von Zeitgenossen des frühen 20. Jahrhunderts als Teil der Moderne diskutiert wurden und denen man das Attribut des Klassischen zusprach.

Für die Vorträge konnten namhafte Referenten aus Kunst, Architektur sowie aus der Geschichts- und Literaturwissenschaft gewonnen werden. Der Eintritt ist frei.

Die Termine

Mittwoch, 16. November 2016, 18:00 Uhr
Industrie, Industriearchitektur und Moderne im Ruhrgebiet
Vortrag von Prof. Dr. Walter Buschmann (Köln)
Ort: HGR, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum

Mittwoch, 23. November 2016, 18:00 Uhr
Revue und Reportage, Städtebund und Stahlhaus
Erik Regers Beiträge zur kritischen Revision der Kultur im Ruhrgebiet
Vortrag von Prof. Dr. Erhard Schütz (Berlin)
Ort: HGR, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum

Mittwoch, 30. November 2016, 18:00 Uhr
Mission Folkwang. Die Geburt des modernen Museums aus dem Geiste des Ruhrkohlenbezirks
Vortrag von Christoph Dorsz (Essen)
Ort: HGR, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum

Mittwoch, 07. Dezember 2016, 16:00 Uhr
Besuch im Museum Folkwang mit thematischer Führung
Führung durch Christoph Dorsz (Essen)
Ort: Museum Folkwang, Museumsplatz 1, 45128 Essen

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 18:00 Uhr
Zwischen Werkshalle und Gemeinschaftstempel
Ästhetik und Realität des modernen Kirchenbaus im Ruhrgebiet
Vortrag von Prof. Dr. Stefanie Lieb (Schwerte)
Ort: HGR, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum

Mittwoch, 11.01.2017, 18:00 Uhr
„Das hiesige Publikum ist zuvörderst mit dem Genuß und dem Erlebnis überkommener Theaterwerte beschäftigt.“ Theater und Ruhrgebietskultur während der 1920er Jahre
Vortrag von Prof. Dr. Uwe-K. Ketelsen (Bochum)
Ort: HGR, Clemensstraße 17–19, 44789 Bochum

Mittwoch, 18. Januar 2017, 18:00 Uhr
Aus dem „Komponierhäusl“ in das „Industrienest“
Die Uraufführung Gustav Mahlers 6. Sinfonie beim
Tonkünstlerfest in Essen 1906
Vortrag von Dr. Ulrike Schwanse (Essen) und Alexander J. Schwitanski (Bochum)
Ort: HGR, Clemensstraße 17–19, 44789 Bochum

Mittwoch, 25. Januar 2017, 18:00 Uhr
Alltag, Industrie und Museum
Arbeitsfelder von Erich Grisar und
Albert Renger-Patzsch, Fotografen der Moderne
Vortrag von Stefanie Grebe (Essen)
Ort: HGR, Clemensstraße 17–19, 44789 Bochum

Mittwoch, 01. Februar 2017, 18:00 Uhr
Die „Entwicklung der Industrie in geschlossener Darstellung“. Zur Gründung des Bochumer Bergbau-Museums
Vortrag von Dr. Michael Farrenkopf (Bochum)
Ort: HGR, Clemensstraße 17–19, 44789 Bochum

Thea Struchtemeier
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