Handschlag erwünscht - Christ- und Sozialdemokraten diskutieren über die Zukunft Europas

Wann? 15.11.2016 18:00 Uhr

Wo? Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17, 44789 Bochum DE
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Bochum: Haus der Geschichte des Ruhrgebiets |

Europa wird derzeit auf schwere Belastungsproben gestellt: der Brexit, die Flüchtlingsproblematik und ein Anstieg rechtspopulistischer EU-skeptischer Stimmen stellen das Projekt grundsätzlich in Frage.

Die Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets (SGR) und die Europa-Union Deutschland Kreisverband Bochum e.V. gehen mit den Professoren Dr. Manfred Dammeyer und Prof. Dr. Wilfried Loth der Frage nach, welcher Visionen es im krisengeschüttelten Europa bedarf.


Der Vortrags- und Diskussionsabend sucht nach historischen Antworten in vergleichsweise schweren Krisenmomenten. Als Europa 1945 in Schutt und Asche lag, schrieben beherzte antifaschistische Sozial- und Christdemokraten von ihren Vorstellungen eines zukünftigen Europas. Zwei der profiliertesten Kenner dieser Geschichte werden über die historischen Antworten, ihre heutige Aktualität und die Frage sprechen, ob es in Europa eines neuen „Handschlags“ bedarf. Herzliche Einladung! Der Eintritt ist frei.

Willy Brandts Håndslag

Als Flüchtling und Journalist in Stockholm schrieb Willy Brandt für die Untergrundzeitung Håndslag (Handschlag), in der er seine Vorstellungen über demokratische Erziehung, das Zusammenleben der Menschen und Staaten in Europa und wirtschaftliche Nachhaltigkeit in einer Welt nach dem Kolonialismus beschrieb. Die Zeitung wurde für den Widerstand der norwegischen Heimatfront in das von den Deutschen besetzte Norwegen geschmuggelt und galt für viele Norweger als wichtige Informationsquelle. Håndslag wurde von dem schwedischen Schriftsteller Eyvind Johnson herausgegeben, der in jeder Nummer einen Leitartikel schrieb. Der Schueren-Verlag gab dazu dazu eine Neuerscheinung von einem der Refernte, Manfred Dammeyer, heraus.

Es tragen vor

Prof. Dr. Manfred Dammeyer war Landtagsabgeordneter, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegen-heiten und gehörte dem Europäischen Verfassungskonvent an. Seit 1978 lehrt er Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. Prof. Dr. Wilfried Loth ist ausgewiesener Experte zur Geschichte der europäischen Integration sowie Geschichte des Katholizismus und des Sozialismus und seit 1986 Lehrstuhlinhaber für Neuere Geschichte an der Universität Duisburg-Essen.
Thea Struchtemeier
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