Abseits des Textes: Vorpremiere „Wenn ich ich sage“ am 12. April im Maschinenhaus Essen

Wann? 12.04.2015 20:00 Uhr

Wo? Maschinenhaus Essen, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen DE
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Die Vorpremiere des Stücks „Wenn ich ich sage“ der Künstler Mars Süthoff und Daniel Kunze gibt‘s am 12. April im Maschinenhaus zu sehen. Archivfoto: Gohl
Essen: Maschinenhaus Essen |

Die Carl Stipendiaten Mars Süthoff und Daniel Kunze präsentieren am 12. April in einer Vorpremiere ihren Kurzfilm „Wenn ich ich sage“, der im Rahmen ihres Stipendiums im Maschinenhaus Essen entstanden ist.

Adam, Loki, Berner und Phidelia. Vier Personen mit einem etwas ungewöhnlichen Lebenslauf. Vier Figuren aus einem Theaterstück. Wir sehen sie auf der Bühne. Doch sie bewegen sich auch abseits des Theaters, gehen ins Restaurant, auf Parties. Eines Abends verliebt sich Adam in Loki, wie das nun mal passiert. Doch das steht so nicht im Text.

Aber das steht so gar nicht im Text

Durch die Öffnung hin zu Loki werden alle zuvor zurechtgelegten Charakterbeschreibungen obsolet. Adam wird unsicher, er hinterfragt sich und seine Rolle. Aber wer ist man denn, so ganz ohne Text, ohne Rolle? Auf der Bühne bleibt wohl nicht mehr als ein Körper. Sinnlos, ohne Ziel. Wer will das schon sehen. Ein Dasein in einer Welt, das kein übergeordnetes Ziel hat, kein Schicksal. Es ist einfach da und liebt. Das kann Angst machen.
Das genreübergreifende Carl Stipendium wird einmal im Jahr vergeben. In der Spielzeit 2014/15 war es ausgeschrieben für die Realisierung eines Filmprojekts im
und um das Maschinenhaus Essen. Freigestellt war, ob dokumentarisch, fiktional
oder experimentell gearbeitet wird.

Lust auf Tanz und Inszenierung

Mats Süthoff, 1992 in Aachen geboren, kam mit drei Jahren das erste Mal in Berührung mit der Kamera seines Papas. Schnell wechselte er jedoch vor die Kamera und probierte sich elf Jahre lang durch jegliche Tanzstile, außer Ballett. Trotz Begeisterung und vielversprechendem Talent suchte er Abwechslung beim Theaterspielen in der Schule und vor allem beim Regieführen von Kurzfilmen und Imagefilmen. Nach dem Abitur und dem International Baccalaureate führte sein Weg nicht wie geplant an eine Universität der Filmregie, sondern brachte ihn erneut auf die Bühne, in dem Jugendtheaterprogramm TheaterTotal.
Auch hier hielt es ihn nicht lange und er fand nach sechs Monaten an der Folkwang Uni im Studiengang Physical Theatre eine neue Heimat. Hier vereint sich seine Lust zu tanzen, eigene Stücke zu inszenieren und zu spielen. Nebenher fotografiert er Schauspieler/-innen, versucht, das Leben nicht zu ernst zu nehmen, und dreht Filme für Geld - aber meistens ohne.
Daniel Kunze, 1988 in Linz geboren, spielte mit drei Jahren sein erstes Stück in einem Kindertheater, ohne zu wissen, dass die Schauspielerei einmal seine Bestimmung sein würde. Eine ersehnte und vielversprechende Fußballkarriere wurde aufgrund einer Verletzung mit 16 Jahren vorzeitig beendet. Er spielte Gitarre in einer Funk-Rock Band und weiter Theater an der Schule.
Nach der Matura und zwei Semestern des Studiums der Publizistik in Wien begann er eine Schauspielausbildung bei Heribert Sasse am Theater in der Josefstadt. Es folgten Theaterengagements und die Produktion einiger Kurzfilme. Der Wechsel in die Regie erfolgte 2013 mit dem Studium an der Folkwang UdK, im Geiste jedoch früher. Er schreibt eigene Stücke, filmt und mag Wortspiele, benutzt sie aber selten.
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