Neues aus der Fotosammlung Niederrhein

Wann? 05.06.2015 18:00 Uhr

Wo? Museum Katharinenhof, Mühlenstraße 9, 47559 Kranenburg DE
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Der Amateurboxer, In den Nachkriegsjahren betätigte sich der Klever Schneider Bernd Schulte zur Wissen unter anderem auch als Amateurboxer. Das Foto entstand im Sommer 1947. Damals siegte der Schneidermeister aus Kleve gegen einen 15 Pfund schwereren Schmied aus Moers-Repelen durch KO.
Kranenburg: Museum Katharinenhof | Am Freitag, den 5. Juni 2015 wird um 18 Uhr im Museum Katharinenhof in Kranenburg die Fotoausstellung „Neues aus der Fotosammlung Niederrhein“ eröffnet. Die Bilder-Schau ist Teil des Kunst- und Literatur-Projektes „IN DER EBENE“, das derzeit unter der Leitung von Carla Gottwein an verschiedenen niederrheinischen Orten realisiert wird. Alle Interessierten sind zur Eröffnung herzlich eingeladen.

Gezeigt werden im Museum Katharinenhof 32 historische Schnappschüsse aus der „Fotosammlung Niederrhein“ von Clemens Reinders, Bilder vom ländlichen Leben im klevischen Land zwischen 1920 und 1960. Die Fotografien sind Teil der umfangreicheren Ausstellung „Damals am Niederrhein“, die seit 2003 bereits in verschiedenen Städten der Region gezeigt wurde. Neu hinzuge-kommen ist jetzt eine Bildserie zum Thema „Kriegsende am Niederrhein“.

Zum Konzept der Ausstellung: „Damals am Niederrhein“ ist der Titel einer Fotoausstellung, die besonders schöne und ausdrucksstarke Amateurfotografien mit Motiven aus dem niederrheinischen Landleben zeigt. Themen wie „Das Bad im Rhein“, „Die Arbeit auf den Feldern“, oder „Der Ausflug“ gliedern eine Auswahl von 100 historischen Lichtbildern, die zwischen 1900 und 1960 entstanden.

Im Vordergrund stehen „Menschen in der niederrheinischen Landschaft“, so wie sie von Amateurfotografen aus Familie oder Freundeskreis gesehen wurden. Bauernsöhne haben Eltern und Geschwister bei der Kaffeepause auf dem Feld abgelichtet. Der Onkel knipst das Picknick im Grünen. Ein Schuhfabrikant aus Keeken dokumentiert mit der Kamera seine dörfliche Umwelt. Da sieht man - Mädchen in einem Nachen rudernd, - Verwandte auf dem zugefrorenen Rhein 1929, - oder ein stolzes Selbstporträt vor dem neuen Auto.

Viele dieser Bilder sind von einer eigentümlichen Poesie, die gerade durch die Intimität der Situation und die Vertrautheit zwischen Fotograf und Fotografierten entsteht. Und trotzdem sind diese Privatbilder auch Dokumente der Zeitgeschichte. Vom ‚Handmelken auf der Viehweide’ bis zum ‚Posieren im neuen Mantel vor dem Kirchgang’ zeigen sie die Mode, den Stand der Technik und verweisen sogar auf politische Ereignisse. So dokumentieren die privaten Soldatenschnappschüsse des letzten Weltkrieges auch ein Stück deutscher Geschichte aus privater Perspektive.

Oft genug finden sich bei der Suche in privaten Alben und Fotoschachteln außergewöhnlich stimmungsvolle und sprechende Bilder. In dieser Ausstellung sollen diese „kleinen Kunstwerke“ der Privatfotografen zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden, der den „privaten Blick“ auf unsere Alltagswelt als besonderen Reiz entdeckt.
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