"Über Geld muss man reden" - Nachdenktag in Kranenburg

Wann? 22.11.2013 14:00 Uhr

Wo? Katharinenhof, Mühlenstraße 6, 47559 Kranenburg DE
Anzeige
Der 2. Katharinentag in Kranenburg wird grenzüberschreitend vorbereitet - Thema ist in diesem Jahr das Geld. Foto: Heinz Holzbach (Foto: Heinz Holzbach)
Kranenburg: Katharinenhof | Wenn am 22. November beim 2. Katharinentag in Kranenburg die Begriffe Geld und Spiritualität gegeneinander abgewogen und erörtert werden, geht es um zentrale Fragen der politischen, ökonomischen und ethischen Auseinandersetzung.

Devotio Moderna
Die Veranstaltung wird vom Titus-Brandsma-Institut organisiert. Der Tag steht in direktem Bezug zur mittelalterlichen „Devotio moderna“ (neue Frömmigkeit) - einer Bewegung, die sich der persönlichen Christusbeziehung (Wikipedia) und dem Handeln in der Praxis verpflichtet fühlte. „Über Geld muss man reden - aber anders“ ist der 2. Katharinentag überschrieben.

Geld - Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven
Die Organisatoren um Dr. Inigo Bocken, wissenschaftlicher Direktor des Titus Brandsma Instituts in Nimwegen, wollen an diesem Tag das Thema Geld aus anderen als aus wirtschaftswissenschaftlichen Gesichtspunkten beleuchten. „Angelehnt an die Ideen der Devotio-Moderna-Bewegung sollen Wissenschaftler aus anderen Richtungen aufs Geld gucken und Fragen stellen. Zum Beispiel: Was ist das überhaupt?“ Gesprächsbereitschaft soll sowohl bei den in Kranenburg anwesenden Wissenschaftlern als auch bei den Gästen, den „ganz normalen“ Leuten, entstehen.

Hanno Wupper, Mathematiker und Physiker, unterrichtet an der Radboud Universität in Nimwegen Angewandte Logik. Er ist der Meinung: „Einfache Sachverhalte können einfach erklärt werden. Ich möchte den Menschen Mut machen, Fragen zu stellen und selbst nachzudenken.“ Ein erster Schritt in diese Richtung ist seine soeben ins Deutsche übersetzte kleine Schrift „Geld und Gut“. Kurz und knapp geht er hier auf zentrale Fragen und ethische Grundlagen der Ökonomie und Geldwirtschaft ein.

Ulrich von Weizsäcker in Kranenburg
Ob und wenn ja welchen spirituellen Gehalt das Geld an sich und fürs jeweilige Leben hat, versuchen die Teilnehmer des 2. Katharinentages zu ergründen. Dabei sind hochkarätige Referenten, unter anderem Prof. Ulrich von Weizsäcker, Ko-Präsident des Club of Rome, Autor des Buches „Faktor fünf- die Formel für nachhaltiges Wachstum“, Dr. Charles Caspers, Titus-Brandsma-Institut, forscht unter anderem zur Geschichte der Devotio Moderna, Dr. Claus Lücker, Theologe und Philosoph, Dr. Thomas Quartier, Dozent für Ritual- und Liturgiewissenschaft an der Radboud-Universität, Andrea Spans, Theologin, Christiane Underberg, Sozialarbeiterin, und Dr. Hanno Wupper, werden erwartet. Außerdem ist Paul Kohtes, Mitbegründer der heute umsatzstärksten europäischen PR-Agentur Ketchum Pleon und Gründer der gemeinnützigen Stiftung für Philosophie „Identity Foundation“, mit an Bord. Er wird den Abschluss des Tages gestalten.

Neben der Auseinandersetzung mit Geld und Spiritualität gehört ein weiterer Schwerpunkt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Der Tag wird somit auch von der Euregio und anderen Sponsoren unterstützt, betont der Kranenburger Franz-Ludwig van der Grinten, der aktiv an den Vorbeitungen auch des 1. Katharinentages beteiligt war.

Da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, wird um Anmeldung bis zum 14. November unter www.titusbrandsmainstituut.nl gebeten. Kosten: 17,50 Euro, Studenten zahlen 7,50 Euro. In den Kosten ist das Abendessen im historischen Keller des Katharinenhofes enthalten. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.