"Land unter": Museum sucht Objekte und Geschichten zu Überschwemmungen

Anzeige
In Flussauen kann sich das Wasser gefahrlos ausbreiten; in Städten dagegen haben Überschwemmungen oft verheerende Folgen. Foto: kladu/pixelio.de

Für die Ausstellung „Regen, Schnee & Hagel - Vom Wetterbericht bis zum Klimawandel”, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab 4. Juli im Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop zeigt, sucht das LWL-Industriemuseum noch Gegenstände, die vom Hochwasser beschädigt sind und in der Ausstellung gezeigt werden können.

„Außerdem suchen wir Betroffene, die uns von ihren Erfahrungen mit Unwetter und Überflutungen, aber auch über die Zeit danach, die Phase des Aufräumens und Wiederaufbauens, berichten“, erklärt Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker.
Überschwemmte Keller, überflutete Straßen, überlaufende Kanalisation. Bei schweren Unwettern fallen so große Mengen Regen vom Himmel, dass der Mensch ihnen nicht Herr werden kann. In nur wenigen Minuten können Wassermassen Häuser und Straßen zerstören - so geschehen zuletzt im Sommer 2008 im Ruhrgebiet. Am schlimmsten betroffen waren damals Stadtteile im Dortmunder Westen.
In der Ausstellung geht das LWL-Industriemuseum dem Niederschlag nicht nur naturwissenschaftlich auf die Spur, sondern greift viele Facetten dieses alltäglichen Wetterphänomens auf. Die Schau, die der LWL mit maßgeblicher Unterstützung der Emschergenossenschaft realisiert, schlägt Brücken zwischen Naturwissenschaft und Geschichte, Kunst und Technik, abstrakter Wissenschaft und konkretem Klimawandel.
„Besucher werden Wassertropfen mit vielen Sinnen erleben können“, verspricht der Museumsleiter. Dafür sorgen unter anderem Inszenierungen wie eine „Klangdusche“. Das Spektrum der Exponate reicht von historischen Messgeräten und frühen Wetteraufzeichnungen bis zu modernen Satellitenbildern, vom Wasserrohr bis zu Promi-Regenschirmen - und eben persönlichen Gegenständen und Geschichten von Menschen, die schon einmal mit „Land unter“ zu kämpfen hatten.

Kontakt: LWL-Industriemuseum, Tel. 02363/9707-0, E-Mail: schiffshebewerk@lwl.org.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.