Workcamp-Teilnehmer aus aller Welt zu Besuch in Datteln

Anzeige
14 junge Menschen aus aller Welt besuchen Bürgermeister Wolfgang Werner und nehmen an Projekten in Datteln teil.

Weltweit leisten junge Erwachsene christlichen Friedensdienst. Zurzeit beherbergt die Evangelische Kirchengemeinde Datteln auf Einladung von Pfarrer Thomas Mämecke 14 junge Menschen aus zehn Ländern.

Was nur die wenigsten wissen: Die Gründung des weltweit agierenden Friedensdienstes hat seine Wurzeln in Datteln. 1923 schrieb der französische evangelische Besatzungsoffizier Etienne Bach Dattelner Geschichte, indem er beim Abendmahl während des evangelischen Karfreitags-Gottesdienstes im Lutherhaus dem damals amtierenden Bürgermeister die Hand reichte. Von da an entwickelte sich die Besatzungszeit in Datteln wesentlich entspannter.
Nach Hause zurückgekehrt, gründete Etienne Bach die „Kreuzritter-Bewegung“, der sich Christen aus Holland, England und der Schweiz anschlossen und die später in „Christlicher Friedensdienst“ unbenannt wurde. Der heutige Sitz der Gesellschaft ist in Frankfurt.

Verständigung und Frieden

Jahr für Jahr tragen die Besuche junger Menschen aus aller Welt zu Verständigung und Frieden bei - wie auch zurzeit Kadri Järvpold aus Estland, Daniel Lohmann aus Deutschland (beide Teamer des CFD), Martin Milic und Maja Udilovicaus aus Serbien, Kateryna Turenko aus der Ukraine, Aleksandra Urzhumova und Kseniia Liamaeva aus Russland, Lucie Krepelova und Anna Jerabkova aus Tschechien, Yeongmi Kim und Hyeyoung Kim aus Südkorea, Jheng-Da Chen und Yhi-Jhen Chen aus Taiwan und Fung Yin Lai aus Hongkong.
Die jungen Leute schlafen auf Feldbetten im Gemeindezentrum Peveling und duschen im Mobilé im St. Vincenz-Krankenhaus. Sie sind hier, um die Menschen in Deutschland, ihre Kultur und ihre Sprache besser kennenzulernen. Gemeinsam nehmen sie an gemeinnützigen und sozialen Projekten teil. Dazu gehört auch ein Kunstprojekt, bei dem Bänke künstlerisch gestaltet und der Garten des Lutherhauses wieder hergestellt wird. Dabei entstehen außerdem Kontakte zu zwei dort wohnenden Asylbewerberfamilien aus Syrien und dem Kosovo.
So bekommen die jungen Leute, die sich bis zum 8. August in Datteln aufhalten, einen Einblick vom Leben in einer deutschen Kleinstadt und beteiligen sich an der Aufwertung der Geburtstätte des Friedensdienstes. Bürgermeister Wolfgang Werner hieß die jungen Leute willkommen und bat Rosemarie Schlosser, ausgiebige Stadtführungen zu organisieren.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.