VHS-Veranstaltung - "Reise durch ein Leben mit der Depression"

Wann? 17.11.2015 18:30 Uhr bis 17.11.2015 20:30 Uhr

Wo? VHS Bochum, Gustav-Heinemann-Platz 2-6, 44787 Bochum DE
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  Bochum: VHS Bochum | Wie sich das Störungsbild einer Depression aus Expertensicht darstellt, wird mittlerweile recht häufig in der Öffentlichkeit kommuniziert. Dass das Leben mit der schwerwiegenden psychischen Erkrankung für den Betroffenen jedoch weit mehr bedeutet, als „nur“ ein Leiden unter den medizinisch objektivierten Symptomen eines international anerkannten Diagnoseschlüssels, ist wegen des stark emotional geprägten und sehr diffus erlebten Krankheitsbildes weit schwieriger vermittelbar.

Mit bislang guter Resonanz hat Referentin Sabine Schemmann alternative Wege der Wissensvermittlung eingeschlagen. So nähert sich die Vorsitzende des Bochumer Bündnis gegen Depression e.V. dem Thema gerne zunächst mit einer selbst erstellten Foto-Video-Präsentation.
„Depression ist, wenn …“ lädt zu einer fotografisch-musikalischen Reise durch das bedrückende innere Erleben einer psychischen Erkrankung, die durch suizidale Handlungen bis zu 10.000 Mal pro Jahr ein tödliches Ende findet.
Was ein Leben mit der Depression für den Betroffenen im Einzelnen bedeutet, dass es keine Schwäche darstellt, Psychotherapie zu scheuen, weshalb es eigentlich zum „sozialen Rückzug“ kommt und dass gerade das Leiden unter dem Mit-Leiden der Angehörigen in den Suizid treiben kann, macht der anschließende Vortrag „Depression aus Betroffenensicht“ deutlich.

Ca. 4 Millionen Menschen – so die offiziellen Zahlen – sind deutschlandweit an einer Depression erkrankt. Aus diesem Anlass hat die VHS Bochum schon seit mehreren Jahren die Veranstaltung „Depression – Wir reden darüber“ in das Kursprogramm des Fachbereichs Gesundheit / Psychologie aufgenommen. In Kooperation zwischen VHS und Bochumer Bündnis gegen Depression e. V. findet am kommenden Dienstag, 17.11.15 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr unter der Kurs-Nr. 89600 im Clubraum die diesjährige Veranstaltung zum Thema statt.

Die Veranstaltung ist entgeltfrei, die Teilnahme noch möglich.

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Referentin Sabine Schemmann lebt seit 1991 in Bochum, ist verheiratet und Mutter zweier Söhne. Seit der Gründung des „Bochumer Bündnis gegen Depression e. V.“ im November 2009 engagiert sie sich im Verein. Dort vertritt sie die Belange Betroffener und Angehöriger, indem sie aktiv um Information über die tatsächliche Lebenssituation, die unbefriedigende Behandlungslage Erkrankter, die besonderen Erschwernisse einer Genesung und um Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen von Psychotherapie bemüht ist. Im März 2014 wurde sie zur ersten Vorsitzenden gewählt.

Aus langjähriger eigener Betroffenheit ist die Referentin gut mit dem Erkrankungsbild der Depression vertraut. Als Folge einer schwer schädigend verlaufenen psychotherapeutischen Behandlung erweiterte sich ihr Wissenstand zusätzlich um das Erscheinungsbild der Posttraumatischen Belastungsstörung. Dank möglicher Reaktivierung kreativer Fähigkeiten führte das Spüren beider Krankheitsbilder zur Entstehung der Foto-Video-Präsentation zum inneren Erleben der Depression sowie zur Verfassung zahlreicher Erzählungen, die sie seit Einrichtung des Bochumer Lokalkompass am 17.06.2011 von Zeit zu Zeit auf der Internetplattform des Stadtspiegel veröffentlicht. Aktuelle Beiträge der Vorsitzenden finden auch auch in der Septemberausgabe der BOGESUND des Medizinischen Qualitätsnetzes Bochum.

Das Bochumer Bündnis gegen Depression e.V. wurde am 04.11.2009 von professioneller Seite gegründet. Es versteht sich als gleichberechtigter Zusammenschluss von Betroffenen, Angehörigen, Ärzten, Psychotherapeuten und Vertretern verschiedenster öffentlicher Einrichtungen.
Seit der Auftaktveranstaltung im März 2010 ist der Verein im Rahmen trialogischer Zusammenarbeit mit unterschiedlichen monatlichen Veranstaltungen um Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit bemüht. Das frühzeitige Erkennen der Erkrankung, ein vorurteilsfreier Umgang mit Erkrankten und den Orten der Behandlung, die verbesserte Zugänglichkeit zu bestehenden Hilfsangeboten und die Senkung der Suizidrate gehören zu den wichtigsten Zielen des Vereins. Für die Referentin wurden Mitgliedschaft und Mitarbeit im Bochumer Bündnis gegen Depression zu einem unerwarteten Weg der Selbsthilfe.
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1 Kommentar
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 15.11.2015 | 18:39  
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