Nachlese – 1. Judo Bundesliga Männer JC 66 Bottrop

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Abstieg in Liga 2 mit erhobenem Haupt und einem positivem Blick in die Zukunft

Bottrop, 01.10.2014

Nun steht der Abstieg der JC 66 Männer in die 2. Bundesliga fest. Das klingt natürlich erstmal sportlich negativ, ist aber bei genauer Betrachtung lediglich ein konsequenter Weg und eine gute Chance, weiterhin den eigenen Nachwuchs zu fördern. "Das Risiko war allen von Anfang an bewusst und wir sind es auch bewusst eingegangen.", resümiert Männer Manager Volker Tapper die Saison. Doch, dass das nicht alles ist, was die Piraten aus dieser Saison mitnehmen macht er ebenfalls deutlich: "Gerade am letzten Kampftag in Potsdam war es eine Freude zu sehen, dass genau die Hälfte des eingesetzten Teams aus echten Bottroper Eigengewächsen bestand. Und das kann kaum ein Team in der Bundesliga von sich behaupten. Unsere Nachwuchsförderung zeigt Wirkung und alle wollen diesen Weg weitergehen." Trainer Sven Helbing zieht ebenfalls neben den sportlichen Ergebnissen eine positive Bilanz: "Wir haben unsere Konzeption nicht etwa aus finanziellen Zwängen so gewählt. Wir wollen lediglich die uns zur Verfügung stehenden Mittel so einsetzen, dass sie langfristig und nachhaltig das Bottroper Judo entwickeln." Tapper ergänzt: "Es kostet jedes Jahr immens viel Kraft und Zeit, das Team und die Mittel dafür zusammenzubringen. Wenn wir dann nicht konsequent unseren eigenen Nachwuchs entwickeln würden, wäre das verlorene Mühe und am Ende ständen vielleicht einige Erfolge, welche unsere gute Vereinsarbeit dann aber nicht widerspiegeln würde. "

Aus Bottroper Sicht sehr positive Saison – Eigengewächse noch stärker fördern

Trainer Helbing jedenfalls sieht auch die sportliche Arbeit durchaus erfolgreich: "Wenn man sich überlegt, wie viele Einsätze unsere Jungs dieses Jahr bekommen haben, nämlich mehr als je zuvor in einer Saison und wie die Kämpfe verlaufen sind, kann ich durchaus zufrieden sein. Stefan Urselmann -90 kg konnte an jedem Kampftag eingesetzt werden, hatte fast ausschließlich international erfolgreiche Gegner vor der Nase und konnte nicht nur größtenteils mit ihnen mithalten, sondern sie auch an den Rand einer Niederlage führen. Frankfurts Polnischen Kämpfer Wiktor Twordzyd konnte er sogar bezwingen und damit seinen ersten Sieg in der 1. Bundesliga feiern. Dennis Lanfermann -81 kg führte in jedem seiner 5 Kämpfe und musste sich dann stets erst kurz vor Schluss unnötig geschlagen geben. Damit ist auch hier ein gewisses Potential ersichtlich. Die jungen 73er Jan Tefett, der sich auch gegen
internationale Konkurrenz, wie am vergangenen Wochenende in Potsdam gegen den früheren Olympiastarter Andy Mitterfellner nie vorzeitig geschlagen geben musste und Hamsat Isaev, der inzwischen am Bundesstützpunkt in Köln fast wöchentlich riesige Fortschritte macht, wussten zu überzeugen. Hamsat mit insgesamt vier Siegen, so viele, wie noch kein Bottroper Judoka in einer Saison auf seinem Konto hatte. Dazu kommen der erfahrene Dominik Gosens -73, der über die gesamte Saison jedoch durch seine Ausbildungsbelastung immer wieder mit Trainingsrückstand kämpfen musste und Ergänzungskämpfer Kai Kaziur-60 kg aus dem Regionalligateam. Valid Edilov -100 kg und Lars Haarmann +100 kg stehen nach Verletzungen ebenfalls wieder in den Startlöchern. Alles in allem hätte, mit etwas Glück das ohnehin sehr positive Ergebnis der Bottroper Kämpfer sogar noch besser aussehen können, was aller Voraussicht nach den Gang in Liga 2 nicht verhindert hätte. Aber es zeigt uns, dass der eingeschlagene Weg durchaus der richtige und eine lohnende Investition in die Zukunft ist.“ Die Verantwortlichen des Teams wollen sich nun zusammensetzen und „…an ein paar Stellschrauben drehen.“, wie es Präsident Roland Assmann ankündigte. „Vom Konzept, von dem wir absolut überzeugt sind, wird nicht abgerückt.“ Es ist also in Zukunft immer noch mit den Piraten zu rechnen. Vielleicht sogar bald wieder in Liga 1.

Weitere Informationen zu Verein, den Ligen und dem Training findet man jederzeit unter:
www.jc66.de
erhältlich
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