"Wir sind Juden aus Breslau" – Kinopremiere im Central Kino Center am 17. Mai

Wann? 17.05.2017 20:00 Uhr

Wo? Central Kino, Borkener Straße, 46284 Dorsten DE
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Eine der Protagonistinnen, Anita Lasker-Wallfisch, mit Teilnehmern des Workshops im Gefängnishof Wroclaw (Foto: Veranstalter Karin Kaper Film)
 
Eine jüdische Schulklasse in Breslau im Jahr 1938 (Foto: Veranstalter Karin Kaper Film)
Dorsten: Central Kino |

Holsterhausen. In Zusammenarbeit mit kirche + kino, der Evangelischen Erwachsenenbildung und dem Jüdischen Museum Dorsten zeigt das Central Kino Center im Rahmen des BIK-Programmes am Mittwoch, 17. Mai, um 20 Uhr, den Film "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies.

Der Dokumentarfilm der Berliner Filmemacher Karin Kaper und Dirk Szuszies ist ein Werk von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik
gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Nach den Premieren in Wroclaw am 6. November 2016 im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2016, der Deutschland-Premiere am 12. November auf dem Internationalen Filmfestival in Cottbus und der Berliner Premiere im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums erfolgte
der bundesweite Kinostart am 17. November 2016.

Zum Inhalt:

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.


Protagonisten des Filmes sind Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg und Pinchas Rosenberg sowie sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław.

Länge des Films: 108 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
FBW: Prädikat Wertvoll

Pressestimmen:

Peter von Becker, Tagesspiegel

Ein filmisches Denkmal, erschütternd und erhellend. Um das Aufeinandertreffen der letzten Zeugen mit den Mädchen und Jungen von heute ziehen die Filmemacher Kaper und Szuszies ihre behutsamen Kreise: von Breslau einst und jetzt, von Orten der Emigration mit Szenen auch aus Israel, den USA oder Frankreich, im Wechsel zwischen historischen und aktuellen Aufnahmen, Einzelinterviews, Dialogen mit den Jugendlichen und erstaunlichen Begegnungen.

Wilfried Hippen, TAZ

Mit der Veränderung des politischen Klimas in Polen hat der Antisemitismus dort neuen Auftrieb bekommen, und indem sie auch davon in ihrem Film erzählen, geben die Filmemacher ihm noch mehr Tiefe und Dringlichkeit.

Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche Zeitung

Zeugnis gegen die Unverbesserlichen. Es wird alles gesagt. Geschont wird niemand. Und das ist gut so.

Björn Schneider, Spielfilm.de

"Wir sind Juden aus Breslau" ist ein Kaleidoskop an ergreifenden, sprachlos machenden Einzel- und Familienschicksalen, die der Film klug, mitreißend und zu keiner Sekunde langatmig, miteinander verwebt.

Dorothee Tackmann, Programmkino.de

In vierzehn Lebensläufen entsteht eine Reise um die halbe Welt. Eine bewegende, perspektivenreiche Dokumentation. Dieses Zusammentreffen der Zeitzeugen ist einmalig. Der Film nimmt einen gefangen.

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1 Kommentar
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Jochen Schlobetzky aus Essen-Werden | 10.06.2017 | 02:00  
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