Tischtennis-Nachwuchs gesucht

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Nicht leicht, den Ball hoch zu halten - Foto Oleksandr Voskresensky
  DJK SV Jugend Eller 1910 geht in die Schulen



Seit den Tagen von Jörg Roßkopf, Eberhard Schöler und Ralf Wosik ist Tischtennis sicherlich heute kein Nischensport mehr in Düsseldorf. Jedoch müssen die kleineren Vereine immer darauf bedacht sein, für Nachwuchs zu sorgen. Dies betreibt der Eller Verein DJK SV Jugend Eller 1910 auf besondere Art und Weise. Marcel Linke und sein Jugendwartkollege Frank Schubert haben sich des Problems angenommen, rund 50 Grundschulen in Düsseldorf angeschrieben, um über einen Tischtennis-Schnuppertag zu berichten. Die Resonanz war durchweg positiv, so dass der Tennissport in den Klassen vorgestellt werden kann. Auch die GGS Richardstraße gehört dazu, die Marcel Linke besucht.

Große Kulleraugen, skeptische oder auch neugierige Blicke schlagen dem Tischtennisscout entgegen. So nach dem Motto, darf der während des Unterrichts hier rein und uns stören. Auf die Frage, ob schon jemand Tischtennis gespielt hat, kommen viele Bestätigungen. In der Tat scheint jeder der Knirpse irgendwann mit Tischtennis konfrontiert worden sein. Der eine im Urlaub, der andere im Garten und wieder andere auf dem Spielplatz. Linke versucht den Kindern zu erklären, um was es beim Tischtennis geht und was man erreichen kann oder will. Aller Anfang ist schwer und so schlägt der Jugendbetreuer vor, doch einmal zu versuchen, den Ball einfach mit dem Schläger hochzuhalten. Zunächst scheue Blicke und zurückhaltende Neugierde. Nachdem jedoch einige sich trauten, war das Eis gebrochen und jeder versuchte es einmal. Leicht ist es nicht, den 40 Millimeter Zelluloid-Ball hochzuhalten. Die Begeisterung steigt und die Kids sind mit viel Spaß bei der Sache. Zwischendurch berichtet Student Linke über die Möglichkeiten im Verein zu spielen, dass man sogar ein Tischtennissportabzeichen machen kann oder bei einer Meisterschaft mitwirken kann. „Wer möchte, kann auch kostenlos ein Probetraining bei uns absolvieren“, meint der Jugendbetreuer. Zum Tischtennis braucht man keine große Ausrüstung und auch kein außergewöhnliches Equipment, es reicht ein Schläger.
Der Jurastudent Marcel Linke ist mit seinem Besuch zufrieden. Es war bereits die sechste Schule, in der er seinen Sport vorgestellt hat. Noch acht bis neun sollen folgen. Mit der Kampagne möchte der Verein unbedingt für den Nachwuchs sorgen. „Wir haben zwar 100 Mitglieder, die in verschiedenen Mannschaften aktiv sind, jedoch geht der ein oder andere Spieler. Entweder wechselt er zu einem anderen Verein, wie zum Beispiel Borussia Düsseldorf, wo er mehr Chancen hat in höheren Klassen zu spielen oder bleibt gleich ganz dem Sport fern“, verdeutlicht er den Grund für diese Maßnahme. So kann vermieden werden dass es dem Verein wie vielen anderen geht, die keine Nachwuchsabteilungen haben. „Da ist ein Verein schnell vom „Aussterben“ bedroht“, meint er. Weil sein Verein über keine großen finanziellen Mittel verfügt, ist man darauf bedacht, immer für „Nachschub“ zu sorgen. Bereits vor drei Jahren kamen die Verantwortlichen des Vereins auf die Idee, Marcel Linke und Frank Schubert zu beauftragen, sich konzentriert um die Jugendförderung zu kümmern. Weil Flyer und Plakate nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht haben, richteten die Jugendwarte einen Schnuppertag ein. Am Samstag den 24. April ist es soweit, dann können zwischen 12 und 17 Uhr Kinder von sechs bis zwölf Jahren ihr Talent und ihr Können unter Beweis stellen. Auch das besagte Sportabzeichen können die Kids absolvieren. Ein Showtraining der Nachwuchsspieler ist zu sehen oder am Rundlaufturnier teilnehmen. Ebenso gibt es ein Gewinnspiel und eine Tombola.
„Unsere Besuche in den Schulen waren bisher so von Erfolg gekrönt, dass wir uns ein wenig Sorgen um unser Hallenkapazität machen“, lacht Linke. Er hofft, dass sich viele in der Turnhalle der Grundschule Richardstraße in Eller einfinden werden.
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