Aquatec: Im Dienste von König Abdulla

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Das Emmericher Unternehmen fertigt Teile für die Moschee in Mekka. (Foto: Aquatec)

Das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, das Fasten und die soziale Pflichtabgabe … auch eine Pilgerfahrt nach Mekka gehört zu den fünf Pflichten eines guten Moslems.



Millionen pilgern jedes Jahr zur Al-Haram-Moschee in Mekka, deren Kapazitäten mit 900.000 Besuchern zwar riesig ist, aber bei weitem nicht ausreicht. Seit Jahren wird an einem gigantischen Erweiterungs- und Umbaukonzept gearbeitet, das 2020 fertiggestellt sein soll. Daran arbeiten auch deutsche Firmen mit, unter anderem das Emmericher Unternehmen Aquatec. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, wird es zwei Minarette mehr geben, die Moschee soll sich in einem Umkreis von 660 Meter um die Kaba erstrecken und wird schließlich drei Millionen Menschen Raum zum Gebet, zur Besinnung und zur Begegnung bieten. Umgerechnet 15 Milliarden Euro wird der Erweiterungsbau kosten. Am Erweiterungsbau der heiligsten Stätte des Islam in Mekka, der Geburtsstadt des Propheten Mohamed, sollen unter anderem der internationale Star-Architekt Norman Foster und die Irakische Künstlerin Zaha Hadid mitplanen und gestalten. Finanzier dieses gigantischen Projektes ist König Abdulla Ibn Abdul-Asis von Saudi Arabien, der mit dem Konzept auch eine Wende hin zur Moderne auf den Weg gebracht hat.

Aquatec arbeitet für das saudische Königshaus


Um die Zusammenarbeit mit international renommierten Architekten und weltweit tätigen Planungsunternehmen für das saudische Königshaus ausweiten zu können, hat sich der Emmericher Metallverarbeiter zu einer umfangreichen Investition entschlossen. So werden bis Ende 2016 circa 10 Mio Euro in die Erweiterung der Betriebsstätte an der Lise-Meitner-Straße fließen, davon allein zwei Drittel in vier hochmoderne CNC-Bearbeitungsmaschinen mit einer Bearbeitungsgröße von 12 x 4 x 3 m. Diese Maschinen werden überwiegend zur Herstellung von überdimensionalen Fassadenelementen und Glasdachkonstruktionen aus Edelstahl und Aluminium eingesetzt. Der Rest der Investitionssumme fließt in die Erweiterung der Produktionsfläche um 4.000 m² und in Anlagentechnik zur Oberflächenveredelung der Fassadenelemente.
Und wenn die Produktion ins Rollen kommt, werden zehn weitere neue Stellen geschaffen. Für diese Stellen möchte die Mitinhaberin und Personalchefin Lucia Esposito Mitarbeiter einstellen, um sie im Bereich der Zerspanungstechnik einzusetzen. Die Aquatec GmbH wurde 2000 gegründet. Inzwischen gehören 100 Mitarbeiter zum Team von Martin Meenen und Lucia Esposito. Auf die familiäre Atmosphäre bei Aquatec legen die beiden Geschäftsführer großen Wert. Inzwischen haben sich bei Aquatec eine Laufmannschaft und eine eigene Kickermannschaft gegründet. Jedes Jahr nehmen die engagierten Sportler am Emmericher Firmenlauf teil.

10 neue Arbeitsplätze entstehen


Die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Aspekt 'Gesundheit am Arbeitsplatz' ist für die Inhaber wichtig. So bieten sie etwa die Möglichkeit, sich von einem Fitness-Coach begleiten zu lassen. Frisches Obst und Gemüse … das ist längst eine Selbstverständlichkeit im Unternehmen, das seine Fürsorgepflicht für das engagierte Team ernst nimmt.
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