Marianne Mark töpfert aus Leidenschaft

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Frauen spielen im künstlerischen Werk von Marianne Mark eine besondere Rolle

Wenn das Brennfeuer im Dunkeln leuchtet und sich die Konturen des Brenngutes wie ein dunkler Schatten schemenhafte in den lodernden Flammen zeigen, dann ist die Emmericher Marianne Mark aufs äußerste gespannt.




„Das Ergebnis ist immer eine Art Experiment!“, beschreibt sie die Faszination, die das Töpfern für sie hat. Schon seit mehr als 30 Jahren ist sie begeistert in Sachen Keramik unterwegs. Unter ihren Händen formt sich der weiche Ton zu Schalen, Vasen, Objekten, Figuren, die sie im eigenen Ofen brennt. Jeden Mittwoch hat Marianne Mark vier Freundinnen zu Besucht, die die Leidenschaft fürs Töpfern verbindet: José Kerst, Maria Boon, Ingrid Evers und Renate Thesing gehören zu der fröhlichen Runde, die sich im Markschen Keller trifft. Wenn man das Haus der Marks betritt, weiß man nicht so recht, ob man in einer Galerie oder in einem Wohnhaus ist, denn auch die Raumgestaltung ist Marianne Marks Leidenschaft.

Die Umgebung gestalten


Stilsicher kombiniert sie ihre Keramiken mit Bildern, und auch diese sind in ihrem Malraum entstanden. Gruppen von Menschen, meistens Frauen, abstrakt, farbenfroh und elegant kommen die Ladies daher und auch die Dame aus glasiertem Ton mit elegantem Schultertuch hat den Habitus der Dame von Welt. „Im OP bin ich der Hakenhalter“, amüsiert sich die Operationshelferin Marianne Mark über sich selbst und ist sich sicher, dass ihre überschäumende Kreativität ein idealer Ausgleich für ihre berufliche Tätigkeit ist. Sie müsse etwas Kreatives machen, war seinerzeit die Motivation, in der Familienbildungsstätte einen Töpferkurs zu besuchen. Dann hatte sie der Virus gepackt, Weiterbildungen vor allen Dingen bei holländischen Keramikerinnen folgten. „Zehn Gebote beim Ausräumen des Ofens“, ist ein Kapitel im Standardwerk von Ed Knops überschrieben, der Papst der Raku-Technik und das Buch ist eine Art Bibel für die Fans dieser außergewöhnlichen Glasurtechnik. Kupfersulfat, Kobaltcarbonat, Eisenoxid … wie ein Hexenküche mutet die Pigmentsammlung von Marianne Mark an, grammgenau werden die Mineralien gemischt, um Spezialeffekte zu erzielen.

Das Ergebnis ist überraschend


Das Ergebnis ist aber immer nur bedingt berechenbar, oft genug entwickelt die Glasur unter der Einwirkung von etwa 1.000 Grad Hitze ein Eigenleben, das Ergebnis ist auch für die Hobbykünstlerin oft genug überraschend. Marianne Mark freut sich über die positive Resonanz auf ihre Werke bei Ausstellungen in der bx-Galerie in der unmittelbaren Nachbarschaft, in der Kirche in Zeddam oder in privaten Hausausstellungen. Nur abgeben mag sie ihre Arbeiten nicht so ohne Weiteres: „Wenn ich etwas fertig habe, muss das erstmal eine Zeit lang bei mir bleiben!“, hütet sie ihre Objekte und bietet ihnen Asyl im eigenen Haus und Garten.
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